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Tinnitus: Frühe Diagnose verbessert Therapieerfolg

Mittwoch, 21. Februar 2007 in Verschiedenes
(Christoph Marty/pte) Jedes vierte Tinnitusopfer vermutet zunächst irrtümlich, dass seine direkte Umgebung die Lärmquelle der unangenehmen Geräusche ist. Das ist das Ergebnis einer Studie des Royal National Institute for Deaf People und der British Tinnitus Association.
Demnach erkennen die Betroffenen erst zu einem späteren Zeitpunkt die wahre Ursache ihrer als unangenehm empfundenen Nebengeräusche. Nun befürchten die Organisationen, dass sich viele Menschen ihres Tinnitusleidens nicht bewusst sind und deshalb nicht ausreichend betreut werden.

Forschungsprojekt

Bei ihrem Forschungsprojekt untersuchten die beteiligten Wissenschaftler etwa 1.000 von Tinnitus betroffene Personen. Ihr Ergebnis: Ein Viertel der Befragten gab an, zunächst andere Quellen aus ihrer direkten Umgebung für die Geräuschbelästigung verantwortlich gemacht zu haben. Als mögliche Lärmquellen wurden vor allem Haushaltsgeräte, der Straßenverkehr und vermeintlicher Lärm der Nachbarn angegeben.

Verschiedene Formen von Tinnitus

Tinnitus ist eine akustische Wahrnehmung, die meist mit einem Pfeifen im Ohr verbunden wird. Dabei kann der Tinnitus verschiedene Formen annehmen, so dass er leicht mit Geräuschen aus der äußeren Umgebung verwechselt wird."Um einen Tinnitusverdacht zu prüfen sollten Menschen an einen möglichst stillen Ort gehen", sagt Michael Moser von der Klinischen Abteilung für Neurootologie der Hals-, Nasen-, Ohrenuniversitätsklinik Graz im Gespräch mit pressetext. "Nehmen sie das Geräusch dann trotzdem noch wahr, ist dies ein sicheres Zeichen für einen Tinnitus."

Früherkennung wichtig

Die beiden an der Studie beteiligten Organisationen sind nun jedoch besorgt, dass sich viele Menschen ihres Tinnitusleidens gar nicht bewusst sind - und deshalb auch nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. "In den vergangenen Jahren haben die Behandlungsangebote für Betroffene erheblich zugenommen", sagt Moser. Dabei gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Heilungschancen. So ist während der Frühphase der Behandlung eine erhebliche Besserung bis hin zur Heilung möglich. "Wird der Tinnitus chronisch, also nach etwa sechs Monaten, wird eine medizinische Behandlung dagegen schon sehr viel schwerer." In diesem Fall seien psychologishe Maßnahmen sinnvoll, die den Betroffenen den Umgang mit ihrem Tinnitus erleichtern.

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