Plausch 2007: Kultur pur und viele Lacher
Montag, 12. Februar 2007
in Archiv bis 2007

Die sieben Zwerge vom Hilari-Schnibako (Foto: khg)
[Bilder vom Plausch.] (Dieser Link bezog sich auf eine alte Version von grenchen.net und könnte unter Umständen nicht mehr besucht werden.)
Dabei standen Grenchner Themen wie die Triennale, die Chürbisnacht, der FC Grenchen, der Brand im Tropical, die Geldveruntreuung in der ETA oder die Pension des Krebs-Wirts Emil Blümli im Vordergrund. Aber auch der Bundesrat und die Fussballnati kriegten ihr Fett weg – und natürlich gab es einige Seitenhiebe nach Solothurn.
Besuch aus dem Bundeshaus
„Seid nett zu den Ausländern, besonders zu den Solothurnern“, so der Aufruf von Pascal Couchepin, dargestellt durch Roger Rossier. Von dem mit viel Witz dargestellten Bundesrat war zu erfahren, dass der Swissair-Prozess bald verfilmt wird unter dem Namen „Das Schweigen der Lämmer“ und dass Pascal Zuberbühler unbedingt an der Euro 08 dabei sein will, weil er doch so gerne gegen Brasilien spielen möchte.
Grenchner Tratsch
Schauspielerisches Talent bewiesen auch die Frauen der Wiiber-Zunft. Als Personal des Coiffeursalons „Chez Chici Wiiber“ zählten sie unter anderen das Ehepaar Banga oder Hubert Bläsi zu ihrer Kundschaft und lieferten den obligaten Grenchner Tratsch.
„Dr Fredu und dr Pöilu“ vom Sketsch-Plausch-Team boten ebenfalls Grenchner Klatsch. So kriegte etwa Coiffeurmeister Fritz Schlup sein Fett weg. Die Kunden würden seinen Salon stets mit grauen Haaren verlassen. Warum? „Dä schnuret doch immer so lang.“
Cabaret Sauvignon begeisterte
Graue Haare gab es auch beim Take That-Comeback, dargestellt von vier Faschingszünftlern, zu sehen. Eine Gruppe alter Herren mit Gehhilfen und Hosenträger gab eine fetzige Tanzeinlage.
Das Cabaret Sauvignon mimte ein Team von Schnitzelbank-Anfängern, welches verzweifelt nach Texten für seinen Auftritt suchte. Dass alle ihre Sprüche zerknüllt im Müll landeten, kümmerte das Publikum wenig: Es war begeistert. Kostprobe gefällig? „ Ischs im Summer chüel im Waldi, chauf i mis Bier nur no im Aldi“. Oder: „FC Grenche jubiliert, ir erschte Liga chum brilliert, kei Erfoug die Schutter hei, wie wei sie au mit chrumme Bei?“
Maulkorb für Gemeinderat
Auch die „richtigen“ Schnitzelbänke sorgten für viel Gelächter. So nannten die Schuelschwänzer Beispiele für die Grenchner Kultur wie : „Do gits zum Bispil d`Chürbisnacht, es Fescht wo s ganze Volk mitmacht, jo me cha zum s durefüehre, sogar no d`Lehrer motiviere“ oder : „Der Gmeinrot het am Hilari do, ändlech e Muulchorb übercho, so pflege die jetzt rund um d Uhr, e völlig neuii Gsprächskultur.“
Und die SHC Bettlach Plauderies reimten: „Z Gränche im Zentrum isch nüt los – höchstens s Tropi brennt, wöu dennä aues füdliblutt zum Hus us rennt, Potzblitz – hani dänkt – das isch de au nid ohne, jetzt hei si z Gränche no e FKK-Begägnigszone.“
Sieben Hilari-Zwerge
Das Hilari-Schnibako trat als sieben Zwerge mit Zipfelmützen in allen Farben auf. Ganz im Stil der Basler Fasnacht präsentierten sie Texte wie diesen :“Dr Blocher het i dr Türkei, immer gstürmt är wöu jetzt hei, gschtört het ihn sis herte Bett, im erschte Stock vom Minarett, im Traum het är nur Schwiinigs gseh, und s Chopftuech vo dr Calmy-Rey.“
Blues-Brothers, Pinsel und Ringelsocken
Für fasnächtliche Klänge sorgten vier Guggen. Die Hilari-Broders gaben in Blues-Brothers-Kleidung ihr Können zum Besten. Die Schuelschwänzer traten in Malertenue, Ringelsocken und mit weissen, lachenden Gesichtern auf – und wurden mit einem Pinsel dirigiert.
Bolero und Pippi Langstrumpf
Als wandelnde Schachbretter liessen die Chappeli-Tüüfle ihre Xylophone, Pauken und Trompeten ertönen, etwa zu „Sunshiny Day“ oder „I wanna go home“.
Die Cocoloris, welche heuer ihr 20-Jahr-Jubiläum feiern, waren in gold-schwarzen Kostümen zu bewundern, welche sie in allen möglichen Variationen ausgestaltet hatten. Sie begeisterten das Publikum mit Stücken wie dem klassischen „Bolero“ oder ihrer Erkennungsmelodie, dem Pippi-Langstrumpf-Song.
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