Regionale Zivilschutzorganisation Grenchen: Nicht Konkurrenz, sondern Ergänzung
Sonntag, 4. Februar 2007
in Archiv bis 2007

Remo Schneider informiert die Behörden, Einsatzorgane und Heimleitungen.
Sie unterstützen die Polizei, die Feuerwehr und das Gesundheitswesen: Die Leute vom Zivilschutz. Die Regionale Zivilschutzorganisation (RSZO) Grenchen ist für die Gemeinden Grenchen, Bettlach und Selzach zuständig. Ihr Kommandant, Remo Schneider, ist seit einem halben Jahr im Amt. Nun lud er die Behörden, Einsatzorgane und Heimleitungen zu einem Infoabend in den Kommandoposten in der Zivilschutzanlage Kastels ein.
Zivilschutz ist im Wandel
„Der Zivilschutz ist keine Konkurrenz für andere Organisationen, sondern er ergänzt und unterstützt diese“, so Schneider. Der Zivilschutz stehe in einem starken Wandel, welcher bisher von der Bevölkerung zu wenig zur Kenntnis genommen worden sei.
neue Uniformen
Die neuen Uniformen in Olivgrün und Orange stehen symbolisch für den gegenwärtigen Umbruch: Der heutige Zivilschutz sei in erster Linie auf die Hilfeleistung bei Katastrophen und Notlagen ausgerichtet, erläutert Dieter Winistörfer, Chef des Zivilschutzes des Kantons Solothurn. Im Gegensatz zu früher kommt die Ausrichtung auf bewaffnete Konflikte erst an zweiter Stelle.
Bald Einsätze im "Baumgarten"
„Durch die neue Bekleidung soll die Bevölkerung erkennen, dass der Zivilschutz im Einsatz ist“, sagt Schneider. Etwa bei den Einsätzen in den Altersheimen Kastels und Weinberg zur Unterstützung des Pflegepersonals. Diese haben sich bewährt und werden weiter geführt. 2007 werden die Leute vom der RZSO Grenchen neu auch im Altersheim „Baumgarten“ in Bettlach ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen.
neues Alarmierungssystem
„Der Zivilschutz ist keine Blaulichtorganisation“, betont der Kommandant. Dennoch sei eine rasche Alarmierung wichtig. Daher wurde ein neues Alarmierungssystem geschaffen für die RZSO geschaffen.
In Bettlach steht der RZSO neu die Betreuungsstelle Einschlag zur Verfügung. Diese grossräumige Anlage kann bespielsweise für Evakuationen genutzt werden. In der Planungsphase ist ausserdem die Schaffung einer Notunterkunft im Grenchner Zwinglihaus. Die Idee entstand aufgrund einer Anfrage des Sozialamts. Eine solche Unterkunft würde eine kostengünstige Übergangslösung bedeuten für Menschen, welche unmittelbar ohne Wohnung dastehen. „Diese Unterkunft wird keine Notschlafstelle sein“, betont Schneider. Sie werde nicht dauerhaft geöffnet sein und nur die Betroffenen nur über kurze Zeit beherbergen, bis eine andere Lösung gefunden sei.



