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Fasnachtszeitungen: Von Burger bis Banga – von FC bis Buchweh…

Donnerstag, 1. Februar 2007 in Archiv bis 2007
(Paul-Georg Meister) Seit heute Donnerstag sind sie am Kiosk. Die Grenchner Fasnachtszeitungen „Gosche“ und „Gäder Hächle“ und lassen das vergangene Jahr in närrischer Weise nochmals Revue passieren.
Sie gehören zur Grenchner Fasnacht wie die „Chesslete“ und das „Böög verbrennen“, die beiden Grenchner Fasnachtszeitungen Gosche, (der offizielle Orkan der Faschingszunft) und die Gäder Hächle (offizielles närrisches Organ der Hilari Zunft). Und auch in diesem Jahr nehmen sie kein Blatt vor dem Mund. Die Gosche beispielsweise erinnert auf ihrem Titelblatt nochmals an die verschwundenen Gelder in der Eta und zeigt Hanspeter Rentsch und Nicolas Hayek, wie sie sich angesichts der davoneilenden Money-Girls fragen „Deal? – or no Deal?.

Mobbing und Burn-Out thematisiert

Auch sonst weiss die Gosche viel zu berichten: Dargestellt wird beispielsweise Stadtpräsident Boris Banga mit Waffe, es wird aufgezeigt, wie der Gemeinderat die Stadtverwaltung mobbt, und natürlich sind auch die verschiedenen Burn-outs ein Thema.

Feigenblatt und die Alternativen dazu

Breiten Raum innerhalb der Gosche nimmt auch die Plakettenstory der Grenchner Fasnacht ein. Wir erinnern uns: Ein kleines Detail am Unterleib erhitzte in Grenchen die närrischen Gemüter – bis endlich die Lösung mit dem (Feigen?)-Blatt gefunden wurde. Die Gosche zeigt nicht nur das Original, sondern macht gleich auch originelle Vorschläge, wie die Plakette gestaltet werden könnte (siehe Bild).

Träfe Sprüche

Auch in diesem Jahr besticht die Gosche wiederum mit träfen Sprüchen. Einige kleine Beispiele gefällig:

„Dr Müller und der Boder meine: / Als Chefbeamte längti eine / Lueget doch dr Junker a / was dä plötzlich leiste cha / dä chönti au no d’Tschugger näh / d’Finanze chasch em au no gäh / Und isch dr Banga aube z’Bärn / Dr Junker miech das au no gärn.“

„Weil Weigl meint, sie sei gemobt / hat ungeniert sie ausgejobt / Sie sei nicht eines dieser Kälber /  der Zahltag komme drum von sälber.“

„Der FC fiert mit 100 Johr / es stolzes Alter, das isch wohr / gsesch die am Läder nochechüche / und im Strofruum umechrüche / de merkt me au als Laie glie / die müesse 100-jährig si“

Und zum Spital Grenchen ist in der Gosche unter einer Bildlegende nachzulesen: „Jetzt wird no es Foti gschosse / Und nochhär wird die Hütte gschlosse“.

breites närrisches Spektrum

Natürlich nimmt auch die Gäder Hächle die Geschehnisse mit spitzer Feder auf. Auch sie deckt ein breites närrisches Spektrum ab mit Themen wie beispielsweise das Gemeindrot-Gschtürm, neuen Strassennamen, Porträts von verdienten und anderen Grenchner Frührentnern und vielen kleinen, träfen Inseraten.

Auch hier ist natürlich eine Kostprobe fällig:

Politische „Weis“heiten: „Will man senken den Steuerfuss / genügend Geld man haben muss“ oder „Nutzlos als Wohnstadt Auswärtige locken / und gegen die Ansässigen bocken.“

„Willst du bei Gems-Sport einkaufen / musst Du vorab ins Bambi laufen“ oder „Vili Grenchner gseh’s ganz gärn / wohnt der Sasche (Ruefer, Anmerkung der Redaktion) jetz z’Luzern.“ Oder gar: „Schilt Franz i dr UBS Gränche Nummer Eis / spielt jetz Golf – Handicap het er keis.“

Auch lohnt sich in der Gäder Hächle ein Blick in die Kleinanzeigen: Da ist beispielsweise nachzulesen: Eine renommierte Uhrenherstellerin im Mittelland sucht eine bilanzsichere Buchhalterin oder einen bilanzsicheren Buchhalter. Einarbeitung durch die bisherige Stelleninhaberin erfolgt im Hotel Gitterblick …

Ab heute am Kiosk erhältlich

Doch was soll’s, die beiden Grenchner Fasnachtzeitungen sind viel bunter und vielfältiger als man sie hier darstellen kann. Deshalb ein guter Tipp: Ab heute sind beide Zeitungen zum Preis von 5 Franken an (fast) allen Grenchner Kiosks zu haben.

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