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Stadt und Region Grenchen verleihen Kultur-, Anerkennungs- und Nachwuchsförderungspreis

Donnerstag, 25. Januar 2007 in Archiv bis 2007
(Paul-Georg Meister) In Würdigung seiner beeindruckenden Verdienste in den Bereichen Heimatforschung und Literatur wurde Hans Kaufmann mit dem Kulturpreis der Stadt und Region Grenchen ausgezeichnet. Neben dem Kulturpreis wurden auch der Anerkennungspreis (Peter Brotschi) und der Nachwuchsförderungpreis (Stéphanie Erb) übergeben.
Der neue Kulturpreisträger der Stadt und Region Grenchen wohnt seit seiner Penisionierung 1991 als Stadtbibliothekar und Stadtarchivar in seinem Elternhaus in Langendorf; mit Grenchen aber ist er noch immer sehr stark verbunden. Und man kennt ihn noch immer in Grenchen.

Lob vom Stadtpräsidenten

Für seine grossen Verdienste im Bereich der Heimatforschung und für seine zahlreichen literarischen Werke wurde er nun mit dem Kulturpreis 2007 ausgezeichnet.Hans Kaufmann sei immer neugierig, stellte Stadtpräsident Boris Banga in seiner Laudatio fest, “sein Wissensdrang scheint unstillbar. Er ist einer, der den Blick hinter die Dinge interessiert.” Zudem sei er ein leidenschaftlicher Sammler. Banga: “Unzählige wertvolle Gegenstände aus der Sammlung des Kultur-Historischen Museums und Dokumente, die heute im Stadtarchiv aufbewahrt werden, wurden einst von Hans Kaufmann zusammengetragen.”

Lang gehegten Wunsch erfüllen

Auch nach seiner Pensionierung ist Hans Kaufmann nicht untätig gelieben. In den letzten Jahren erschienen regelmässig kleinere literarisch wertvolle Publikationen, die er im Eigenverlag veröffentlichte. “In Texten, die von grosser stilistischer Kargheit geprägt sind, lässt er uns an seinen Beobachtungen teilhaben”, sagte Banga, “nirgendwo findet man seinen Humor, seine Bescheidenheit und sein Wissen so eindringlich und kraftvoll umgesetzt, wie in diesen Kurzgeschichten”. Boris Banga übergab Hans Kaufmann aber nicht nur den Kulturpreis, sondern auch einen Gutschein, mit welchem er ihm einen langgehegten Wunsch erfüllen kann, nämlich auf dem Bellacher Weiher einmal eine Bootsfahrt zu unternehmen.

Anerkennungspreis für Brotschi

Mit dem Anerkennungspreis konnte Rosmarie Chatelain-Ammeter den Lehrer und Aviatikjournalisten Peter Brotschi auszeichnen. Als grosser Kenner der Schweizer Luftfahrtgeschichte und als ehemaliger Chefredaktor der “Aero-Revue” veröffentlichte Brotschi in den letzten Jahren viele Aviatik-Bücher wie etwa “Regionalflugplatz Grenchen - Faszination Fliegerei”, “Rotoren und Flügel, Lufttransporte der Schweizer Armee”, “Jets über der Schweiz” und nun “Gebrochene Flügel”.In seinem neusten Werk arbeitet Brotschi ein dunkles Kapitel der Schweizer Luftwaffe auf, nämlich die Flugunfälle. Akribisch hat er die Fakten zusammengetragen und einfühlsam beschrieben. “Hohe Qualität und grosse Detailarbeit prägen dieses Buch”, sagte Chatelain und überreichte Brotschi die Auszeichnung.

Tänzerin erhält Nachwuchsförderungspreis

Ebenfalls ausgezeichnet, nämlich mit dem Nachwuchsförderungspreis, wurde die junge Tänzerin Stéphanie Erb (Jahrgang 1989). Bereits im Alter von zwölf Jahren wurde Stéphanie Erb in eine Förderklasse für begabte Schülerinnen in Bern aufgenommen - heute absolviert sie eine professionelle Tanzausbildung an der renommierten Staatlichen Hochschule für Musik und Tanz in Mannheim.  Im Jahr 2006 wurde sie am internationalen Wettbewerb für klassisches Ballet in Solothurn Zweite und damit beste Schweizerin. “Ernsthaftigkeit, Zielstrebigkeit sowie grosse Disziplin ihrem eigenen Körper gegenüber, aber auch ihr Talent sind die besten Voraussetzungen, damit sie ihrem Traum, dereinst als Solistin auf der Bühne zu stehen, verwirklichen kann”, meinte Anna Messerli, Leiterin des Amtes für Kultur in Grenchen, in ihrer Laudatio.

Musik von früherer Preisträgerin

Dass gerade der Anerkennungspreis manchmal auf äusserst fruchtbaren Boden fällt, zeigte die musikalische Umrahmung des Abends. Mit ihrem präzisen und ausdrucksstarken Spiel überzeugte die junge Bettlacherin Marianne Walker am Flügel, und spielte sich bereits in kurzer Zeit in die Herzen der Anwesenden. Marianne Walker selbst ist ebenfalls bereits mit dem Nachwuchsförderungspreis der Stadt und Region Grenchen ausgezeichnet worden.

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