Erfreuliche Bilanz zu den Grenchner Wohntagen 2006
Mittwoch, 22. November 2006
in Archiv bis 2007

Die Grenchner Wohntage 2006 schlossen mit einem Referat des Basler Architekten und Messeturmbauers Meinrad Morger. Die Veranstalter, das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) und die Stadt Grenchen, freuen sich über das ungebrochene Interesse an der Veranstaltungsreihe, die insgesamt rund 340 Personen besuchten. Obwohl nur vier Anlässe und keine Ausstellungen durchgeführt wurden, stieg die Besucherzahl pro Veranstaltung sogar leicht an. Mit gegen 200 Besuchern an der Fachtagung ist die Nachfrage nach diesem Anlass weiter gestiegen. Der Zuwachs beträgt rund 18 Prozent. Die Präsentationsform scheint sich zu bewähren und sollte auch für das nächste Jahr beibehalten werden.
Die Podiumsdiskussion zum Thema Technologiestadt, zeigte die Grenzen der Möglichkeiten einer Kleinstadt und die Bedeutung einer klaren Positionierung auf. Leben in einem sozialen Netz von Gleichgesinnten und die Identifikation mit dem Wohnort sind wichtige Entscheidfaktoren für einen Zu- oder Wegzug. Die Klein- und Mittelstädte dürfen nicht einfach Rezepte kopieren, sondern müssen ihre Besonderheiten kultivieren. Ganz speziell war das Gespräch von Thomas Keller und Thomas Steinbeck. Sie nahmen das Publikum auf einen eindrücklichen Spaziergang durch Grenchen und durch die Zeit mit. Dabei wurde klar, wo die Stärken von Grenchen liegen und wo ein gewisser Handlungsbedarf besteht. Deutlich wurde auch, was Klein- und Mittelstädte machen müssen, um einen urbanen Charakter zu erhalten.
Hochhäuser, so Meinrad Morger, sind für die Gemeinden interessant, da sie die geringsten Erschliessungskosten pro Wohnung aufweisen und der Landverbrauch sehr gering ist. Wichtig bei einem Hochhaus ist aber die Nutzung. Es braucht eine hybride Nutzung aus Wohnungen, Büros, Läden und Ateliers.
Die nächsten Grenchner Wohntage finden zwischen dem 2. und 18. November 07 statt.



