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Ein Vierteljahrhundert danach – die „Mappe Grenchen81“

Sonntag, 19. November 2006 in Archiv bis 2007
(lwg) 1981 feierte der Kanton Solothurn seine 500-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft. Grenchen schuf als einen Beitrag an die Festlichkeiten mit der Mappe „Grenchen81“ eine damals aktuelle kulturelle Auslegeordnung.
Die erwähnte Kunstmappe, von der noch einige Exemplare existieren, kann gegenwärtig zum eher symbolischen Preis von 25 Franken bei der Stadtkanzlei bezogen werden. Die auch äusserlich sehr geschmackvolle Kunstmappe, die sich als Grenchner Weihnachtsgeschenk ideal eignet, enthält nicht weniger als 16 Originalgrafiken der damals in Grenchen arbeitenden oder mit Grenchen besonders verbundenen bildenden Kunstschaffenden. Von Pierre Amez-Droz reichte die Liste über Charles Ris, René Walter bis zu Peter Wullimann. In dieser Kunstmappe wurden ferner literarische Arbeiten von elf schriftstellerisch Tätigen veröffentlicht, die ganz speziell für dieses Projekt geschrieben wurden. Unter anderem schrieben Rolf Max Kully, Fritz Aeberhardt und  Gerald Lechner sowie Teddy Buser.

Reiches Musikleben

Besonders interessant ist die beigelegte und speziell für diese Mappe produzierte Langspielplatte, auf der praktisch alle damals im Bereich der Musik arbeitenden Chöre und Gruppen sowie Einzelpersonen gehört werden können. Es ist erstaunlich, wie ungemein reich das Grenchner Musikleben vor einem Vierteljahrhundert war:

So sind auf der Platte zu hören: die vereinigten gemischten Chöre (Choeur mixte „La Romandie“, Reformierter Kirchenchor, Trachtenchor und Unionschor) unter der Leitung von Franz Christen. Die berühmte Jodlerin Therese Wirth - von Känel, Paul Furrer (Alphorn), Res Fankhauser und der Jodlerclub „Bärgbrünnli“ standen unter der Leitung von Georges Heimann. Den Akkordeon Club dirigierte Hans Kilchenmann.

Dazu kamen die beiden damals aktuellen Rock-Bands „Peanuts“ und „Crane“. Ruedi Wüthrich leitete die Stadtmusik „Konkordia““, Manfred Huber fasste die Männerchöre Liederkranz, Männerchor Sängerbund und das Männerturnerchörli zu einem einzigen Klangkörper zusammen. Der Frauenchor sang unter der Leitung von René Bolle, der Trachtenchor unter jener von Willy Allemann. Erwin Hofer dirigierte den Tambourenverein und die vereinigten fasnächtlichen Guggenmusiken präsentierten sich unter der Leitung von Thomas Stephani, während Hansruedi Zehnder die Stadtmusik „Eintracht“ leitete. Das Stadtorchester wurde von Bruno Goetze geleitet. Zur Aufführung gelangten wenn immer möglich Kompositionen von Grenchnern wie Ernst Märki, Walter Schild und natürlich das berühmte Grenchner Lied.

Von dieser Mappe „Grenchen81“ existieren noch einige frei verkäufliche Exemplare. Die Stadt bietet diese nun zum sensationellen Vorzugspreis von 25 Franken (für jedes Jahr also nur einen Franken!) zum Kaufe an. Zu beziehen sind diese Mappen bei der Stadtkanzlei.

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