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10 Jahre Wohnheim Schmelzi: Zahl der Betreuten hat sich vervielfacht

Donnerstag, 16. November 2006 in Archiv bis 2007
Die Tagung mit Referent Manuel Rupp stiess auf grosses Interesse
(Sabine Waelti) Das Wohnheim Schmelzi ist 10-jährig geworden. Vergangene Woche lud die Institution zu einer Fachtagung, einer Podiumsdiskussion und zum „Rohbaufest“ ein.
Das Wohnheim Schmelzi hat eine ereignisreiche Woche hinter sich: Im Rahmen seines 10-Jahr-Jubiläums hat die Institution eine Fachtagung und ein Podiumsgespräch organisiert. Ausserdem öffnete sie für einen Tag der Öffentlichkeit die Türen ihrer neu entstehenden Räumlichkeiten.

Seit 1996 betreut das Wohnheim Schmelzi Menschen mit psychosozialen Problemen. In dieser Zeit sei der Bedarf an Betreuungsplätzen um ein Vielfaches angestiegen, erklärt Heimleiter Guido Studer. Zu Anfangszeiten kümmerte sich das Schmelzi-Team um 16 Menschen. Mittlerweile leben 20 Betreute im Wohnheim selbst, 20 in betreuten WGs und weitere 70 Menschen werden extern betreut.

Gegenwärtig befindet sich das Heim im Erweiterungsbau. Nun war die Bevölkerung zur Besichtigung der Räume eingeladen: Anstelle des sonst jährlich stattfindenden „Schmelzifests“ wurde heuer zu einem „Rohbaufest“ geladen.

Anlässlich des runden Geburtstags lud die soziale Einrichtung gleich zu zwei Anlässen ins Parktheater ein. Im Rahmen einer Fachtagung sprach der Basler Psychiater und Psychotherapeut Dr. med Manuel Rupp über den Umgang mit grenzüberschreitendem Verhalten von Klientinnen und Klienten. „Im Umgang mit psychisch kranken Menschen werden wir oft mit unerwartetem Verhalten konfrontiert, oft können wir dies nicht richtig verarbeiten“, so Rupp. Das Interesse am Thema war gross. Rund 110 Fachleute aus dem Bereich Sozialpädagogik fanden zu dieser Tagung den Weg nach Grenchen.

Ausserdem organisierte das Wohnheim Schmelzi eine Podiumsdiskussion zur viel diskutierten Grenchner Marktplatzszene. Ein Szenemitglied, Behördenmitglieder, Gewerbetreibende und Betreuungspersonen äusserten sich zum Thema.

Dem Wohnheim Schmelzi wird die Arbeit wohl kaum ausgehen. Der Bezug des Neubaus ist auf Frühjahr 2007 geplant. Die soziale Einrichtung muss einen grossen Teil der Neubaukosten selbst finanzieren. Daher hat sie eine Spendenaktion lanciert. Mit einer Spende von 100 Franken kann man symbolisch einen Mosaikstein erwerben, der Teil eines Werks ist, welches der Künstler „Sauro“ Bruno Zumstein derzeit an der Südwand des Heims realisiert.

Spendenkonto: PC 60-64 22 46-2, Vermerk „Mosaikstein“.

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