Grenchner Wohntage: „Das Hochhaus, der neue Trend im urbanen Wohnen“
Mittwoch, 15. November 2006
in Archiv bis 2007

Wohnhochhäuser wie das Ruffini 1 wurden für verschiedene soziale Probleme verantwortlich gemacht
Der Messeturm in Basel löste mit seinen 105 Metern 2003 das Winterthurer Sulzer-Hochhaus, welches zwischen 1962 und 1966 errichtet worden war, als höchstes Gebäude der Schweiz ab. Zwischen diesen beiden Daten hatten Hochhäuser in der Schweiz einen schweren Stand. Besonders das Wohnhochhaus wurde für das Auftreten verschiedener sozialer Probleme verantwortlich gemacht und als anonyme und unmenschliche Wohnform verurteilt.
Heute sind Hochhäuser wieder im Trend, sie scheinen dem Lifestyle gewisser Bewohnergruppen zu entsprechen. Sie sind auch nicht mehr mit den Bauten aus den 60er Jahren vergleichbar, die unter dem Druck der Wohnungsnot als isolierte „Wohnmaschinen“ entstanden sind. Die heutigen Hochhäuser bilden meist eine kleine Welt in sich, wo Einkaufen, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach angeboten werden. Dem Hochhaus kommt zudem entgegen, dass das Wohnen in der Stadt in jüngerer Zeit wieder attraktiver geworden ist.
Der Basler Architekt Meinrad Morger nimmt in seinem Referat zu diesen Entwicklungen Stellung. Er zeigt auf, dass unsere bisherigen Bau- und Wohnformen zu einem unverantwortbaren Landverbrauch führen, der mit hohen Kosten für die Allgemeinheit verbunden ist.
Ist die vertikale Verdichtung das kostengünstigere und zukunftsträchtige Rezept gegen die Zersiedelung der Landschaft? Was ist bei der Planung und Realisierung von Hochhäusern besonders zu beachten und unter welchen Bedingungen kann heute ein Hochhaus funktionieren? Im Anschluss an das Referat besteht in einer Diskussion die Möglichkeit, auf die Überlegungen von Meinrad Morger zu reagieren.
15. November ab 19 Uhr im Parktheater: „Das Hochhaus, der neue Trend im urbanen Wohnen“



