Buchvernissage: Peter Brotschi stellte sein neues Buch vor
Sonntag, 12. November 2006
in Archiv bis 2007

Peter Brotschi beim Signieren der Bücher
Der Saal im neuen Airporthotel auf dem Grenchner Flughafen platzte buchstäblich aus allen Nähten. Viele Besucherinnen und Besucher waren eigens zur Buchvernissage von Peter Brotschis neuem Buch “Gebrochene Flügel” nach Grenchen gereist. Und die Reise hat sich gelohnt. Mit seinem neusten Buch nimmt sich Brotschi einem traurigen Kapitel der Geschichte der Schweizer Luftwaffe an, das in diesem Sinne bisher historisch noch nicht aufgearbeitet war.
Ehrfurcht und Bewunderung
Bewunderung für Brotschis Arbeit formulierte der Militär- und Linienpilot Urs Straumann. Er habe das Buch mit grosser Ehrfurcht gelesen, sagte Straumann, immer auch im Wissen, dass er selber um ein Haar auch Eingang ins Buch gefunden hätte.
Auch Divisionär Markus Gygax, Chef Einsatz der Schweizer Luftwaffe, der bei einem Flugunfall seinen Bruder verloren hatte, zeigte sich berührt von diesem Werk. „Wer ein Militärflugzeug steuert, der spürt, dass die verstorbenen Kameraden irgendwie mitfliegen”, sinnierte Gygax.
Wer das Buch von Peter Brotschi liest - der Autor ist selber Hauptmann bei der Schweizer Luftwaffe - der spürt, dass der Autor mit viel Herzblut und vor allem mit einem sehr sensiblen Gespür für seine verstorbenen Kameraden ans Werk gegangen ist. Auch wenn das Buch mit teilweise sehr spektakulären Fotos unterlegt ist, so vermeidet Brotschi in seinen Texten jede Form von Sensationsjournalismus oder gar Voyeurismus. Akribisch hält er sich an seine ausführlichen Recherchen und an die Tatsachen - ohne billige Effekthascherei.
Wichtige Lücke geschlossen
Das Buch “Gebrochene Flügel” ist als historisches Nachschlagewerk konzipiert und schliesst eine geschichtliche Lücke in der Literatur um die Schweizer Luftwaffe, die in ihrer Geschichte bis heute insgesamt rund 400 Flugunfälle zu verzeichnen hatte. Insgesamt 350 Piloten, zumeist noch sehr junge Männer, haben diese Unfälle mit ihrem Leben bezahlt. Damit er diese Informationen und Daten alle zusammengetragen, auswerten und schliesslich auch literarisch verarbeiten konnte, hat Brotschi während vier Jahren rund 1000 Archivseiten durchforscht und persönlich mit vielen Angehörigen der Opfer oder mit Zeitzeugen gesprochen.
Die Idee zu diesem Buch kam Brotschi, als er im Fliegermuseum in Dübendorf ein Buch mit den Namen aller Verunfallten sah. „Mich interessierte brennend, was und wer hinter diesen Namen steht.” Zum Glück, denn damit war der Grundstein zu einem interessanten und historisch wohl auch wichtigen Buch gelegt.
Das Buch “Gebrochene Flügel” ist im Orell Füssli Verlag erschienen. Es ist in allen Buchhandlungen erhältlich. Wer möchte, kann das Buch auch via Internet bestellen. Unter www.peterbrotschi.ch ist nicht nur eine Liste der bisher erschienenen Werke, sondern auch ein Bestelltalon zum neuen Buch zu finden.



