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Auszeichnung für Kampf gegen Aids

Dienstag, 7. November 2006 in Verschiedenes
(Claude Weill/pte) Der Georg-Friedrich-Götz-Preis 2006 ist vergangenen Donnerstag, Huldrych Günthard, Leitender Arzt der Abteilung für Infektiologie und Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich, verliehen worden. Der Schweizer Infektiologe wird für seine bedeutenden Arbeiten auf dem Gebiet der HIV- und AIDS-Forschung ausgezeichnet.
Huldrych Günthard hat intensive systematische Langzeitstudien mit HIV-infizierten Patienten, geleitet. Er und sein Team konnten dabei nachweisen, dass sowohl virale als auch Wirtsfaktoren für die Höhe der viralen Replikation im Menschen verantwortlich sind. Dem Zürcher HIV-Forschungslabor gelang es erstmals, aufzuzeigen, dass gegen HIV-Hüllproteine gerichtete monoklonale Antikörper im Menschen hemmend auf die Vermehrung des HI-Virus wirken können. Dies wurde von der Stiftung als eine wichtige konzeptionelle Erkenntnis in Richtung Entwicklung eines HIV-Impfstoffes gewertet. Gegenüber pressetext relativierte Preisträger Huldrych Günthard: "Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Impfstoff, aber wir sind noch lange nicht dort." Der Schweizer Infektiologe hofft aber, dass seine Forschungen der weltweiten Suche nach Antikörpern gegen das HI-Virus neuen Auftrieb verschaffen werden.

Weltweit 40 Mio. Infizierte

Weltweit sind heute rund 40 Mio. Menschen mit dem HI-Virus infiziert, davon sind über zwei Mio. Kinder oder Jugendliche. Seit dem ersten Auftreten von HIV vor 25 Jahren konnte das Überleben von HIV-infizierten Menschen dank der seit zehn Jahren verfügbaren antiretroviralen Kombinationstherapie massiv verlängert werden. Die langfristigen Therapieerfolge können jedoch durch Resistenzentwicklung und Langzeitnebenwirkungen beeinträchtigt werden. Der Suche nach einem Impfstoff kommt deshalb grosse Bedeutung zu.

Jährlich medizinische Leistungen geehrt

Der Preis der Georg-Friedrich-Götz-Stiftung wird jährlich in Zürich für hervorragende medizinische Leistungen verliehen. Die "Georg-Friedrich-Götz-Stiftung" wurde 1964 in Zürich von Friedrich Götz und dem Arzt Karl Mülly gegründet. Friedrich Götz selber litt an Krebs. Dieser Umstand und die enge Freundschaft zu seinem Arzt Dr. Mülly motivierte ihn diesen Preis zu stiften. Die erste Preisverleihung erfolgte 1969 und der Preis ging an Professor Lindenmann vom Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich für seine Grundlagenforschungen über Krebs.

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