Solothurn: Gurtenkontrollen – «Ein Band fürs Leben»
Freitag, 20. Oktober 2006
in Polizeimeldungen

Es ist erschreckend, wie viele Automobilistinnen und die Sicherheitsgurten nicht tragen, obwohl diese im Falle eines Unfalls nachweislich schwere Körperschäden oder gar Todesfälle verhindern können. Seit 27 Jahren ist das Tragen von Sicherheitsgurten auf den Vordersitzen der Autos obligatorisch – bereits seit 12 Jahren gilt die Vorschrift auch für Personen auf dem Rücksitz. Täglich muss die Polizei jedoch feststellen, dass die Gurtentragpflicht leichtsinnig missachtet wird. Aus Bequemlichkeit; aus «Vergesslichkeit»; aus Blödsinn oder einfach aus Trotz. Oftmals turnen die Kleinen zwischen den Sitzen herum!
Dabei ist ganz klar erwiesen: Das Risiko für gurtentragende Automobilisten, bei einem Unfall getötet oder schwer verletzt zu werden, ist wesentlich geringer, als bei solchen, die es «nicht schnallen», sich anzuschnallen. Die irrige Meinung, man könne sich bei einem Unfall mit den Händen abstützen, ist eindeutig widerlegt. Beispiele:
• Bereits bei einem Aufprall mit einer Geschwindigkeit von «nur» 30 Stundenkilometern können tödliche Verletzungen entstehen.
• Eine Frontalkollision mit 50 km/h wirkt wie ein Sprung aus dem 3. Stock.
• Das Risiko für Kinder, bei einem Unfall verletzt oder getötet zu werden ist beim Nicht-Angurten rund 7mal höher! Eindrückliche Zahlen!
Die Polizei unterstützt mit ihrer Aktion die Kampagne «Ein Band fürs Leben», die von der bfu, dem TCS, dem Verkehrssicherheitsrat und dem Fonds für Verkehrssicherheit gemeinsam lanciert wurde.
Übrigens: Wer ohne Sicherheitsgurt erwischt wird, bezahlt eine Busse von Fr. 60.-. Deshalb zu Ihrer eigenen Sicherheit und zur Schonung des Haushaltbudgets: Tragen Sie «Ein Band fürs Leben»!



