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SVP Delegierte konnten in Grenchen ungestört tagen

Dienstag, 3. Oktober 2006 in Archiv bis 2007
Parteipräsident Ueli Maurer: „Wir müssen sparen!“
(pam) Ohne Zwischenfälle ging in Grenchen die ausserordentliche Delegiertenversammlung der Schweizer SVP über die Bühne. Beachtlich ist dabei, dass die Solothurner SVP den Anlass in nur zwei Wochen auf die Beine stellte.
Mit 277 gegen 3 Stimmen fiel die Parolenfassung der SVP an der Delegiertenversammlung in Grenchen klar aus: Nein zum Osthilfegesetz (Abstimmung am 26. November)! Und wie die Volkspartei gegen die Kohäsionsmilliarde kämpft, ist auch klar. Da wäre zum einen der finanzielle Aspekt: „Steuergelder verschenken?“, „NEIN zur Geldverschwendung“ und „NEIN zu neuen Schulden“ sind die Parolen auf dem frisch gedruckten Abstimmungsflyer. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das Volk mit dem Osthilfegesetz keine Befugnis mehr hätte, über Zahlungen an die EU zu entscheiden. Parteipräsident Ueli Maurer fasste zusammen: „Wir müssen sparen!“ In der Hand hielt er ein überdimensional grosses 20 Rappen Stück und sprach im Hinblick auf den Schweizer Schuldenberg die Hoffnung aus, dass bei einigen Leuten „dr Zwänzger bald abekeit“. So viel zum politischen Inhalt des Anlasses, der eigentlich gar nicht in Grenchen hätte stattfinden sollen. Eigentlich wollten sich die SVPler zur Delegiertenversammlung im jurassischen Bassecourt treffen. Als aber dann Linksaktivisten eine Protestkundgebung ankündigten, hat die Gemeinde den vertraglich zugesicherten Saal wieder gekündigt. Drei Wochen vor der Delegiertenversammlung stand die Volkspartei also ohne Versammlungsort da. Man versuchte mit dem jurassischen Regierungsrat zwar noch eine praktikable Lösung zu finden, aus Zeitgründen jedoch vergebens. Und so erhielt Heinz Müller, Präsident der SVP Kanton Solothurn, nur zwei Wochen vor dem Anlass das „go“ zur Durchführung der Delegiertenversammlung in „seinem“ Kanton.  Im ganzen Kanton suchten Heinz Müller und sein Team nach passenden Sälen. „Entweder waren sie besetzt, oder zu teuer“, erinnert er sich. Schliesslich sei man auf den Grenchner Luxory Club gestossen. Anfängliche Ängste, der Raum sei zu sehr wie eine Disco gestaltet, waren bald verflogen, die ehemalige Bingo-Halle wurde als gut befunden und so fand die SVP Delegiertenversammlung nach 2003 erneut in Grenchen statt. Der Grenchner Heinz Müller betrachtet dies als glücklichen Zufall und natürlich spürt man auch seinen Stolz. Den Stolz auf seine Stadt äusserte er denn auch bei seiner Ansprache vor den Delegierten, wobei er auf die Vorteile des Industriestandortes Grenchen hinwies. Ergänzt wurde dieses Standortmarketing durch gestellte Plakate und aufgelegte Broschüren der Wirtschaftsförderung. Klar war der Anlass in Grenchen nicht bis ins letzte Detail perfekt durchgeplant. Doch von organisatorischen Mankos bekamen die rund 400 Anwesenden kaum was mit. Die kantonale SVP erhielt ein vorwiegend positives Feedback. Was den sicherheitstechnischen Teil anbelangt, so verlief der Anlass reibungslos. Es kam zu keinen Zwischenfällen und die Delegierten konnten in Grenchen ungestört tagen.

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