Airshow Grenchen 2006: Über 200 Flugzeuge in der Ausstellung erwartet
Sonntag, 27. August 2006
in Archiv bis 2007

Asas de Portugal ist das Team der portugiesischen Luftwaffe
Von äusserster Faszination werden die Vorführungen des „Breitling Jet Team“ sein. Die Formation fliegt mit sechs Trainingsjets L39 Albatros und ist mit ihren Vorführungen bereits in ganz Europa bekannt und beliebt. Das Team zeigt eine 17 Minuten dauernde Vorführung, die mit Rauch untermalt und mit Musik begleitet wird. Alle Piloten sind äusserst erfahren und fliegen die Show mit absoluter Präzision und Sicherheit. Fünf von ihnen flogen früher bei der französischen Luftwaffe auf Kampfjets, bevor sie zum „Breitling Jet Team“ stiessen. „Barrique“, „Bombe“ und „Apache Roll“ sind nur einige der Namen der Evolutionen, welche die sechs blau-gelben Albatrosse des Breitling Jet Team an den Grenchner Himmel zaubern werden.
Portugiesische Luftwaffe kommt
Auch aus dem Südwesten Europas gibt es Gäste am Jurasüdfuss. Das Team der portugiesischen Luftwaffe, „Asas de Portugal“, gibt es seit 1977. Alle Piloten sind Instruktoren in der Staffel 103 an der Luftwaffenakademie in Sintra. Seit 1998 fliegen diese Formation mit Alpha Jets, die zuvor von der deutschen Luftwaffe eingesetzt wurden. Asas de Portugal repräsentiert mit den Kunstflugvorführungen auf dem Trainingsjet die portugiesische Luftwaffe im In- und Ausland. Die Flugzeuge werden in Buochs stationiert sein, die Piloten werden sich aber auch auf dem Festgelände am Grenchner Flughafen aufhalten.
Wiedersehen mit dem Hunter
Ein Wiedersehen gibt es zudem mit einem legendären Flugzeug: Während 36 Jahren stand der Hunter mit über 150 Exemplaren in den Diensten der Schweizer Luftwaffe. Eingesetzt wurde er als Jagd- und Erdkampfflugzeug. Das „schönste Kampfflugzeug aller Zeiten“, wie der Hunter auch genannt wird, existiert in der „Hunter Flying Group“ mit einer Flotte von insgesamt fünf Flugzeugen weiter. Piloten, die den Hunter während vielen Jahren im Einsatz bei der Schweizer Luftwaffe geflogen haben – darunter auch Astronaut Claude Nicollier – zeigen dieses Flugzeug weiterhin im In- und Ausland am Himmel. Zudem machen sie Passagierflüge im doppelsitzigen Hunter-Trainer. All dies wäre nicht möglich ohne grossen Enthusiasmus von vielen freiwilligen Helfern, die überall in der Schweiz „chrampfen“, um den Hunter in der Luft zu erhalten. In der Formation wird ebenfalls ein Vampire mitfliegen.
Vielseitige Ausstellung am Boden
Die meisten Flugzeuge sind nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden zu sehen. Für die Flugzeug- und Helikopter-Ausstellung werden über 200 Maschinen erwartet. Das Flugplatzgelände wird eigens für die Ausstellung auf die Nordseite des Witibaches erweitert. Alle Arten von Luftfahrzeugen werden zu sehen sein. Vom kleinen Grashüpfer, über Oldtimer und Zweit-Weltkrieg-Flugzeuge bis zum modernsten Geschäftsreisejet. Unter den ausgestellten Maschinen befinden sich auch die ältesten noch fliegenden Flugzeuge der Schweiz: zwei Comte AC-4 mit Jahrgang 1929 respektive 1930 sowie die Dewoitine D-26, ein ehemaliges militärisches Trainingsflugzeug mit Jahrgang 1931 (also genau gleich alt wie der Flugplatz Grenchen!). Die Frachtfluggesellschaft Farnair Europe landet mit einer ATR-72, die normalerweise jede Nacht die Paketpost von Basel nach Köln-Bonn fliegt. Alle Flugzeuge und Helikopter sind von René Meier, Präsident Aero-Club Grenchen, mit einem enormen Aufwand perfekt angeschrieben worden. Bei jedem einzelnen Flugzeug ist alles Wissenswerte auf einem Plakat festgehalten. Somit wird die Ausstellung auch zu einem Lernparcours für die Technikgeschichte der Luftfahrzeuge.
Mehr zur Airshow gibt's im Internet unter www.airshow06.ch.



