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Repla GB orientiert über Projekte und kritisiert “seeland.biel/bienne”

Freitag, 10. Juni 2005 in Archiv bis 2007
Repla GB Geschäftsführer Jean-Pierre Ruch (l.) und Präsident Alexander Kohli
(pam) Die Regionalplanung im Raume Grenchen-Büren (Repla GB) orientierte über ihre laufenden Projekte. Gleichzeitig übten die Verantwortlichen arge Kritik an „seeland.biel/bienne“.
Die Repla GB hat als eine von drei Institutionen geholfen, das Projekt „seeland.biel/bienne“ aufzubauen, welches wie die Repla, jedoch grossräumiger, die Zusammenarbeit verschiedener Gemeinden fördert, um Probleme gemeinsam anzugehen. Als dann 2003 erste konkrete Vorschläge auf dem Tisch lagen, fing die Repla an, sich vom Projekt zu distanzieren – nicht zuletzt, weil „seeland.biel/bienne“ der Repla GB Mitglieder abwirbt.Die Liste der Kritik ist indes lang, die „grösste Befürchtung“ von Repla-Präsident Alexander Kohli ist aber, dass die Bedürfnisse einzelner Gemeinden in der grossen Organisation nicht befriedigt würden. „seeland.biel/bienne“ lasse im Jahresdurchschnitt rund 34'000 Franken in das Gebiet fliessen, in das selbe die Repla GB im 2005 bis zu 112'000 Franken projektiert habe. Rudolf Hartmann, Projektleiter von „seeland.biel/bienne“ meint, eine solche Rechnung sei schwierig zu machen. Er gehe aber davon aus, dass diese 34'000 Franken durch Subventionen vom Kanton noch verdoppelt würden und die Gemeinden zudem von gesamtregionalen Projekten profitieren können. Kohli jedoch kontert und sagt, kantonale Gelder zu bekommen sei unsicher, dies zeige die Erfahrung. Und der Nutzen der Grossprojekte für die Gemeinden sei nicht messbar. „Messbar sind hingegen die 112'000 Franken, die aus dem „Repla-Kässeli“ in die Gemeinden fliessen“, schliesst der Repla GB Präsident.
Die Repla GB Projekte
Standortmarketing: Die Repla GB versucht zu erreichen, dass sich an der Stelle für das Standortmarketing in Grenchen auch die anderen Gemeinden aus dem Gebiet beteiligen. Sie stellt nun die Bedürfnisse dieser Gemeinden zusammen und wird einen finanziellen Beitrag leisten. Agglo-Initiative: Bei von Gemeinde zu Gemeinde autonom geführten Institutionen sollen in einem Agglomerationsverbund Synergien genutzt werden. Erste Gespräche zwischen den einzelnen Vertretern wurden von der Repla GB bereits aufgegleist. Das Schwergewicht liegt in den Gebieten Spitex, Seniorenbeschäftigung, Wirtschaftsförderung und Sprachförderung für Migranten-Frauen. Naherholungsgebiet Aareraum: Die Repla GB beteiligt sich an der bereits angelaufenen Aktion, bei der Arbeitslose sowie Asylsuchende das Aareufer säubern. Dabei sollen alle Gemeinden zur Kasse gebeten werden, von wo die Einwohner das Naherholungsgebiet beanspruchen. Weiter will die Repla mit der IG Pferd eine Landkarte realisieren, auf welcher für Reiter geeignete Wege gekennzeichnet sind. Ressourcenschutz und ökologischer Ausgleich: Mit dem Teilrichtplan Ressourcenschutz will die Repla GB im Bereich der Landwirtschaft natürliche Ressourcen durch eine nachhaltige Nutzung sicherstellen. Während des Sommers nun, werden die landwirtschaftlichen Flächen elektronisch erfasst und Kontrollen über die Einhaltung der Verpflichtungen durchgeführt. Autobahnanschluss Grenchen: Bei diesem Thema hat die Repla GB ihr Ziel erreicht. Der Regierungsrat hat entschieden, ein nachhaltiges Projekt zu realisieren, das den Grenchner Autobahnanschluss in erster Linie sicherer macht – geplant sind Kreisel.

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