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Amt für Informatiksysteme wird ausgelagert - die SP ist wütend

Freitag, 27. Mai 2005 in Archiv bis 2007
SWG Direktor Per Just will der Stadt einen Nutzen erbringen
(pam/mgt) Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 17. Mai 05 beschlossen, die Informatikdienste der Stadt Grenchen auszulagern. Ab 1. Januar 2006 werden sämtliche Dienstleistungen durch die Städtischen Werke Grenchen erbracht, das Personal wird teilweise übernommen.
Der Gemeinderat erhofft sich durch diese Massnahme Einsparungen in der Grössenordnung von 150'000 Franken. Nun wird ein Ausschuss eingesetzt, der bis zur Gemeinderatssitzung vom 23. August 05 einen detaillierten Leistungsvertrag ausarbeitet. Dies schreibt die Stadt in ihrer Medienmitteilung.

SP spricht von "Hauruckpolitik"

Etwas später meldet sich auch die SP-Grenchen zu Wort, welche sich gegen diese Entscheidung stellte und der bürgerlichen Mehrheit im Gemeinderat unterlag. Die SP verurteilt, nur der Franken zähle: “Ging die sachliche und menschliche Ebene völlig in Vergessenheit.” Blindlings sei ein Grundsatzentscheid gefällt worden, ohne den Leistungsauftrag, das Vertragswerk und das Kostendach zu kennen. Zudem werde in Kauf genommen, einen langjährigen Mitarbeiter der Stadt auf die Strasse zu stellen. Die SP schreibt weiter: “Wir distanzieren uns von solcher Hauruckpolitik. Für uns zählt Seriosität, Transparenz und Menschlichkeit.”

SWG will Versprechungen einhalten

Die SWG selbst, sehen sich als Dienstleister in Sachen Versorgung für die Stadt Grenchen und Umgebung. Die Anfrage des Gemeinderates bezüglich einer Dienstleistungserbringung werde deshalb sehr seriös geprüft. „Wenn die SWG mit dieser Tätigkeit der Stadt einen Nutzen erbringen kann, so fühlen wir uns verpflichtet, dies in geeigneter Form zu kommunizieren“, erklärt SWG Direktor Per Just und fügt an, „die Mehrheit des Gemeinderates scheint unsere Ansicht zu teilen und hat unser Angebot angenommen.“ Die Städtischen Werke sind überzeugt, ihre Versprechungen einhalten zu können.

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