Stiftung für Schwerbehinderte: So läuft das Neu- und Umbauprojekt
Donnerstag, 28. April 2005
in Archiv bis 2007

Patrick Marti, Gesamtleiter der Stiftung für Schwerbehinderte, informierte über den Neu- und Umbau
„Der Zug ist angerollt und bereit zur Abfahrt“, informiert Gesamtleiter Patrick Marti über das Neubauprojekt der Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen, „nun muss nur noch der Bund grünes Licht geben.“ Damit spricht er die Subventionen des Bundesamtes für Sozialversicherungen an. Der Entwurf der Beitragsverfügung liegt zwar vor, jedoch nicht mit dem gewünschten Betrag von 4'884'000 Franken. Marti ist aber überzeugt, dass in der jetzigen Berechnung ein Fehler vorliegt und der Beitrag noch aufgestockt wird. Und wenn nicht? „Auch dann wird das Projekt realisiert werden“, sagt Marti, „die Finanzierung ist durch die Regiobank Solothurn gesichert.“Das gesamte Projekt besteht aus zwei Neubauten, die als Wohnheime dienen werden, dem Umbau des ehemaligen Rodaniagebäudes zur Tagesstätte und einer Umgestaltung des ganzen Areals. Die Gesamtkosten, berechnet aus dem Kostenvoranschlag, belaufen sich auf 15'466'000 Franken. Bisher hat die Stiftung Spenden in der Höhe von 1'165'400 Franken erhalten. Und trotzdem muss weiter gesammelt werden: Das Eigenkapital für die erste Etappe wurde mit der Million zwar erreicht – nicht aber für das Gesamtprojekt. Zudem will die Stiftung möglichst viele Eigenmittel einbringen und ganz allgemein die langfristige finanzielle Gesundheit sichern.So sieht der erhoffte Zeitplan aus: In diesem Juni erfolgt der Spatenstich zu den Neubauten, welche im August 2006 bezogen werden können. Heute beherbergt die Stiftung 12 Interne (Wohnheim) und 9 Externe (nur Tagesstätte). Ab Sommer 2006 werden 42 Interne und 7 Externe einen Platz in den beiden Neubauten finden. Dann wird nämlich das bestehende Gebäude während rund einem Jahr zur Tagesstätte umgebaut und mehr Platz für die 49 Beherbergten geschaffen. 100 Mitarbeiter (66 Vollzeitstellen) wird die Stiftung nach dem Ausbau beschäftigen. Das jährliche Betriebsbudget beläuft sich auf acht Millionen Franken (bisher 2,2 Mio.). Patrick Marti schätzt: „Rund eine Million Franken der acht Millionen sind Kapitalfolgekosten wie Abschreibungen an Gebäuden oder der Hypothekarzins.“„Aufgrund unserer Finanzen können wir bei den Auftragsvergaben keinen Heimatschutz betreiben“, fügt Marti als wichtigen Punkt an, „wir müssen primär aufs Geld schauen.“ Die Chance zu offerieren, werde aber bestimmt jeder Grenchner Betrieb haben.



