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Neues Verfahren zur Behandlung von Lähmungen

Dienstag, 26. April 2005 in Verschiedenes
(Michaela Monschein) Neues Verfahren zur Behandlung von Lähmungen. Neun Hunde bereits erfolgreich behandelt
Veterinäre der University of Cambridge haben erfolgreich neun gelähmte Hunde behandelt. Die Tiere konnten nach einem Monat alle ihren Hinterlauf zumindest wieder ruckartig bewegen. Das Verfahren beruht auf Nervenzellen aus dem Gehirn, die in den geschädigten Bereich des Rückenmarks injiziert werden. Für die Behandlung werden olfaktorische umhüllende Gliazellen (OEG) eingesetzt. Geoffrey Raisman vom Institute of Neurology geht laut NewScientist [http://www.newscientist.com] (Dieser Link bezog sich auf eine alte Version von grenchen.net und könnte unter Umständen nicht mehr besucht werden.) davon aus, dass der gleiche Behandlungserfolg auch beim Menschen erzielt werden könnte. Ein australisches Team hat laut BBC bereits Menschen mit OEG-Zellen behandelt. Die Ergebnisse sollen jedoch nicht vor 2007 publiziert werden.Die britischen Wissenschafter untersuchten Hunde, die bei Straßenunfällen oder durch Verletzungen des Rückenmarks gelähmt wurden. Alle Tiere waren mindestens drei Monate nicht in der Lage sich zu bewegen. Die eingesetzten OEG-Zellen kommen auf der Rückseite der Nase vor. Dabei handelt es sich um die einzigen Zellen, die sich permanent regenerieren können. Die Zellen wurden durch die Öffnung des Schädels der Tiere gewonnen. Anschließend wurden sie im Labor vermehrt und injiziert. Zusätzlich zur teilweisen Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit schienen die Tiere unterhalb des verletzten Bereiches wieder etwas Gefühl zu erlangen. Drei der Hunde sind jetzt in der Lage ihre Besitzer zu warnen, wenn sie ihre Blase entleeren müssen. Die Kontrolle über die Blase hat keines der Tiere wiedererlangt.Die Wissenschafter erklärten, dass es keinen Hinweis darauf gäbe, dass die Tiere wieder über ein Schmerzempfinden verfügten. Ebenso schienen ihnen aber auch abtrennte Nerven keine Beschwerden zu verursachen. Dabei könnte es sich um eine mögliche Nebenwirkung der Behandlung handeln. Das Team sucht derzeit nach einer alternativen Quelle zur Gewinnung von OEG-Zellen. Drei der Hunde hatten nach den chirurgischen Eingriffen unter epileptischen Anfällen gelitten. Im Schleim der Nase wurde schließlich eine Form von Stammzellen gefunden, die sich unter Umständen im Labor in OEG-Zellen verwandeln lassen könnten. Diese Zellen können einfach durch das Einführen eines Tupfers in die Nase gewonnen werden.

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