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Teddy Buser lässt die „Internationale Musikwoche Grenchen“ Revue passieren

Donnerstag, 21. April 2005 in Archiv bis 2007
Teddy Buser: „Mein persönliches Highlight waren die Klarinettedarbietungen von Ashkenazy“
(Andreas Kaufmann) In der vergangenen Woche war in Grenchen Klassik von Welt zu bestaunen. Musikliebhaber aus aller Welt fanden sich in Grenchen ein. Aber auch die heimische Bevölkerung liess sich vom Zauber der Musik hinreissen. In einem Interview zieht Teddy Buser, Präsident des Kuratoriums „Internationale Musikwoche Grenchen“ IMG, Bilanz:
citynet: Teddy Buser, welchen Stellenwert hat die Musikwoche schweizweit gesehen?
Teddy Buser: In Sachen Blasmusik hat die IMG eine lange Tradition. Radio DRS berichtet regelmässig über die veranstalteten Wettbewerbe. Der Dirigentenwettbewerb hat ein internationales Renommée – sowohl von den Teilnehmern als auch von den Experten her. Besonders bemerkenswert sind auch die Werke die an diesem Anlass uraufgeführt werden.

Welches waren Ihre persönlichen Highlights in diesem Jahr?
Das war sicherlich einmal der Dirigentenwettbewerb. Die Teilnehmer konnten sowohl mit kleineren Ensembles wie auch mit orchestralen Zusammensetzungen spielen. Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich die Klarinettendarbietung von Dimitri Ashkenazy, wie er mit dem Hermitage Symphony Orchestra harmonierte.

Was hatten die Grenchner von der Internationalen Musikwoche?
Das heimische Publikum war am ganzen Anlass sehr interessiert und involviert. Als vor einigen Jahrzehnten Yehudi Menuhin hier gastierte, protestierten die Grenchner, dass auswärtige, gut betuchte Leute in der Billettvergabe bevorzugt wurden. Nicht zuletzt deshalb gab es 2005 einen Vorvorverkauf für Grenchner. Dieser wurde rege genutzt; Grenchner wissen um den Wert der IMG.

Auch die jungen Grenchner?
Grundsätzlich ist das Publikum der IMG schon reifer. Aber auch wenn die Jungen in der Minderzahl waren, haben sie dennoch tatkräftig aktiv mitgewirkt, so z.B. das Repräsentations- und das Ausbildungsorchester der Armee oder der talentierte Jungtrompeter Cyrill Sandoz.

Was sagen Estes, Nadelmann und Ashkenazy über Grenchen?
Noëmi Nadelmann und Simon Estes haben die gute Betreuung geschätzt – aber auch die Begeisterungsfähigkeit des Publikums. Für Estes’ Baritonstimme war nach eigener Meinung auch die Akustik der Eusebiuskirche überaus lobenswert und beachtlich. Und für den Klarinettisten Ashkenazy war die Zweifachbesetzung mit dem St. Petersburger Orchester einerseits und dem Rekrutenspiel andererseits eine neuartige Erfahrung.

Wie sieht die Zukunft der IMG aus?
Die Planung der nächsten Musikwoche wird in ca. einem Monat in Angriff genommen. Wir werden an einer Geschäftsleitungssitzung die Weichen für die Zukunft stellen und dem Kuratorium unsere Anträge stellen. Welche Highlights den Musikliebhaber erwarten werden, lässt sich noch nicht sagen. Aber ich kann versprechen, dass mindestens ein internationaler Shootingstar mit von der Partie sein wird.

Besten Dank für das Gespräch!

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