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Autobahnausfahrt Grenchen: Regierungsrat ist für Lösung mit Kreiseln

Mittwoch, 20. April 2005 in Archiv bis 2007
Alexander Kohli ist glücklich über die Antwort der Regierung
(Parzival Meister) Beim Problemkind Grenchner Autobahnausfahrten geht was: Der Solothurner Regierungsrat spricht sich gegen Sofortmassnahmen und eine Lichtsignalanlage aus – er ist für Kreisellösungen. Das Amt für Verkehr und Tiefbau wurde angewiesen, die Projektierungsarbeiten auszulösen.
Beim Problemkind Grenchner Autobahnausfahrten geht was: Der Solothurner Regierungsrat spricht sich gegen Sofortmassnahmen und eine Lichtsignalanlage aus – er ist für Kreisellösungen. Das Amt für Verkehr und Tiefbau wurde angewiesen, die Projektierungsarbeiten auszulösen.„Das ist ein Erfolg in ganzer Linie“, meint ein glücklicher Alexander Kohli, als er vom Grenchner Stadt-Anzeiger erfährt, wie der Regierungsrat in Sachen Grenchner Autobahnausfahrt entschieden hat. Die Kosten für die vom Bund empfohlenen Sofortmassnahmen (über 300'000 Franken) stehen gemäss Regierungsrat in einem sehr schlechten Verhältnis zum Nutzen. Auch die vom Bund als weiteren Schritt favorisierten Lichtsignalanlagen betrachtet er kritisch, da diese ausserorts eher problematisch seien und hohe Betriebskosten verursachen würden. Der Regierungsrat schlägt Kreisellösungen vor. Alexander Kohli ist Präsident der Repla Grenchen-Büren und Solothurner Kantonsrat. In beiden Funktionen befasste er sich mit dem Problem der Grenchner Autobahnausfahrt und drängte auf eine nachhaltige Lösung hin. Als Politiker initiierte er einen überparteilichen Vorstoss, der Planungsarbeiten für eine Gewährleistung der Verkehrssicherheit beim Grenchner Autobahnanschluss fordert und eben nun vom Regierungsrat beantwortet wurde. Doch Kohli stand keineswegs alleine da. Der Auftrag wurde von 48 Kantonsräten unterschrieben und wie er selbst sagt: „Alle, die können, haben sich engagiert.“

16 Unfälle seit Eröffnung

Zur Erinnerung: Die Grenchner Autobahnausfahrten wurde zum Problemkind erklärt, weil Linksabbieger den entgegenkommenden Verkehr nur schwer erspähen können. Diese führt in Spitzenzeiten zu Stau. Der wesentliche Punkt ist aber die Sicherheit: Seit der Eröffnung der Autobahn A5 im April 2002 ereigneten sich 16 Unfälle bei den beiden Ausfahrten – sieben Unfälle bei der Ausfahrt von Solothurn her kommend (davon fünf Linksabbieger) und neun Unfälle bei der Ausfahrt von Biel her kommend (davon sieben Linksabbieger). Weiter besteht eine Dunkelziffer der nicht polizeilich registrierten Kollisionen.

Geschwindigkeit schlecht einschätzbar

Kantonsingenieur René Suter vom Amt für Verkehr und Tiefbau AVT wurde vom Regierungsrat nun angewiesen, die Einwilligung für Kreisellösungen beim Bundesamt für Strassen einzuholen und die entsprechenden Projektierungsarbeiten auszulösen. Suter meint: „Aus den Unfällen lässt sich schliessen, dass die Automobilisten die Geschwindigkeit der kommenden Fahrzeuge schlecht einschätzen können.“ In den Kreiseln sieht er deshalb eine gute Lösung, da diese die Geschwindigkeit der Fahrzeuge drosseln würden.

Grenchen ist zufrieden

Stadtpräsident Boris Banga ist zufrieden: „Das konzentrierte Vorgehen der Verwaltung und der überparteiliche Vorstoss im Kantonsrat haben sich anscheinend gelohnt.“ Glücklich ist auch Grenchens Polizeikommandant Robert Gerber: „Es ist eine erfreuliche Nachricht, weil es lange nicht so ausgesehen hat, dass eine Lösung getroffen wird, die Bestand hat.“ Stadtbaumeister Claude Barbey meint: „Ich bin froh darüber, dass der Regierungsrat die Lichtsignalanlage auch als keine gute Lösung ansieht.“ Barbey äussert auch Freude über die prompt gefällte Entscheidung des Regierungsrates und hofft, dass dieses „Tempo“ weiter beibehalten wird.Die Zukunft des Autobahnanschlusses liegt nach der Einwilligung des Bundesamtes für Strassen in den Händen der Kantonsräte. „Das heisst, wir müssen mit der politischen Arbeit wieder beginnen“, sagt Alexander Kohli. Doch im Hinblick auf die 48 Unterschriften der Kantonsräte ist er zuversichtlich, hier auf Unterstützung zählen zu können.

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