Die Welt des Computers kulinarisch interpretiert im Bahnhöfli Aarberg
Sonntag, 17. April 2005
in Archiv bis 2007

Tankred-Geschäftsleiter Heinz Felber und Mitinhaberin Therese von Arx flankieren die Gastgeber
Von der Decke hängen Kabel und Tastaturen, im Raum baumeln CDs, Mäuse zieren die Wände, Steckkarten stehen in den Vitrinen, zerlegte und ganze Computer verteilen sich zwischen Esstischen – im Restaurant Bahnhöfli in Aarberg besteht die Dekoration zurzeit aus allem Erdenklichen aus der Computerwelt. „Wir waren die ganze letzte Woche mit der Einrichtung beschäftigt“, erklärt Gastgeber Peter Jaberg, der sogar eine Brille im Computerlook trägt. Er und Küchenchef Ernst Luginbühl feiern 20 Jahre Bahnhöfli Aarberg und machen ihrem Namen als Gastronomiekünstler alle Ehre. Denn, zum Auftakt verschreiben sie sich dem Informatikunternehmen Tankred und verbinden Essen mit Informatik.Ein Blick auf die Speisekarte zeigt, die Computerwelt hält nicht nur anhand der Dekoration Einzug. Zum Apéro servieren sie ein „Byte“ (Häppchen auf einer CD angerichtet), weiter geht’s mit „Die Maus“ (natürlich keine Echte), darauf folgt „Plug & Play (ein Süppchen zum Spielen), der „Flatscreen“ (Fisch flach wie ein Bildschirm) und „Big Blue“ (ein Sorbet). Der Hauptgang trägt den Namen „Jacquard“, zurückzuführen auf den Franzosen Joseph-Marie Jacquard, der 1805 den ersten lochkartengesteuerten Webstuhl erfand – originale Lochkarten von Jacquard gibt es übrigens auch gleich zu bewundern. Das Dessert nennt sich „Wysiwyg“ (what you see is what you get) und zu sehen ist eine Vielzahl an Süssigkeiten.Das Thema „Die Welt des Computers kulinarisch interpretiert“ läuft im Bahnhöfli vom 12. April bis zum 28. Mai 2005 und ist eine Zusammenarbeit mit der Tankred Informatik AG in Wiler bei Seedorf. „Viele Leute unserer Firma sind hier langjährige Stammgäste“, erklärt der Grenchner Geschäftsleiter Heinz Felber, „wir geniessen die besonderen Angebote, die im Bahnhöfli immer wieder zelebriert werden.“ Die Tankred Informatik AG hat vor allem zur Dekoration einen wichtigen Teil beigetragen und das Restaurant mit vielen ausrangierten Computerteilen beliefert. Diese Themenwochen sind der Auftakt zu den Feierlichkeiten von Peter Jaberg und Ernst Luginbühl, die auf 20 Jahre Bahnhöfli zurückblicken können. Dazu kommt, dass das Bahnhöfli seit 85 Jahren im Besitz der Familie Luginbühl ist. In den ersten Jahren widmeten sich die beiden Gastgeber vor allem dem Aufbau des Restaurants. Seit 15 Jahren aber nun, haben sie sich der Erlebnisgastronomie verschrieben und sich mit immer wieder einfallsreichen Themen einen weit bekannten Namen geschaffen. Ohne Reservation darf im Bahnhöfli nicht auf einen Tisch gehofft werden. Küchenchef Luginbühl bereitet alle Speisen frisch zu, abgestimmt auf die Anzahl der angemeldeten Gäste. Im Bahnhöfli gibt es keine Speise- und Weinkarte, die Gäste verlassen sich ganz auf Ernst Luginbühl und Peter Jaberg. Auch die Essenszeit ist vorgegeben, da die Menüs jeweils von einem Programm begleitet werden – Erlebnisgastronomie eben.Im Restaurant Bahnhöfli in Aarberg ist eine Reservation auch ausserhalb der verschiedenen Themenwochen, was selten vorkommt, und am Mittag empfehlenswert. Mehr Infos sind unter [www.restaurant-bahnhoefli.ch] (Dieser Link bezog sich auf eine alte Version von grenchen.net und könnte unter Umständen nicht mehr besucht werden.) abrufbar.



