7. Bettlacher Talent-Show mit garantiertem Gänsehaut-Effekt
Mittwoch, 6. April 2005
in Archiv bis 2007

Deborah Saias holte bereits zum zweiten Mal Gold
Es war ein knappes Rennen und wir springen nun gleich zur Startnummer zehn des Abends. Auf Manuela Felbers Interpretation von Alicia Keys „If I ain’t got you“ folgen riesen Applaus und laute Zurufe. Die Blicke schnellen zur Jury. Diese gab neu direkt ihr Votum ab und auch das Publikum konnte mit vier Vertretern eine Note vergeben. Drei Mal 10, ein Mal 9 vom Publikum und fünf Mal 10 von der Jury. Ist das die Siegerin? Nein, denn schon stimmt Deborah Saias „I will always love you“ von Whitney Houston an und die von Manuela verpasste Gänsehaut erlebt mit Deborah eine Steigerung. Ein reiner 10er Schnitt und Platz 1 für die 14-jährige Grenchnerin, die mit ihrer gewaltigen Stimme bereits im Vorjahr Gold in der jüngeren Kategorie 1 holte. Whitney Houston, Mariah Carey, Shaggy, Louis Prime usw. Die Liste der Stars, die am Samstag in der Bettlacher Büelen-Halle auf der Bühne standen, war lang. Genauer gesagt waren es 70 Jugendliche im Alter zwischen 11 und 16 Jahren, die an der siebten Talent-Show des Vereins „sing mit“ ihre grossen Vorbilder würdig vertraten. „Die neue Bestuhlung bringt uns rund 70 Plätze mehr“, erzählte der Vize-Präsident des Vereins Walter Bänninger. Und trotzdem: An den Vorausscheidungen am Nachmittag, wie am Finale am Abend vermochten die rund 600 Stühle den Publikumsandrang nicht zu decken.Aber zurück zum Hauptakt: Bronze in der Kategorie 2 (7. bis 9. Klasse) holte sich mit einem weiteren Song, der unter die Haut ging, Sandra Bänninger. Auch in der Kategorie 1 (5. und 6. Klasse) war es die beste Stimme, die siegte. Und die gehörte der 12-jährigen Ayca Bulut, welche mit ihrem Song „Eternal Flame“ von Atomic Kitten verdient auf dem 1. Platz landete. Hinter sich liess sie Nena und Kim Wilde alias Fabienne Heiniger und Anne Bolz wie Tobias Ragosa, der als Florian Ast den „Aengu“ im Publikum suchte. Doch nicht nur starke Stimmen gab es von den Jugendlichen zu hören. Auf ebenso hohem Niveau bewegten sich die teilweise komplizierten Choreografien und witzigen Show-Einlagen. Nebst den jungen Talenten machten auch die Akteure des Rahmenprogramms eine gute Figur. „Sarah and Cindys Dance Group“ überzeugte mit Gesang und Tanz. Mit einer Mischung aus Kampfsport, Akrobatik und Breakdance versetzte die Berner Gruppe „swisstricks“ das Publikum ins Staunen und last but not least verpackte das Team rund um Hairstylist und Modemacher Aurelio Caizza die Models in freizügige wie extravagante Outfits und verschönerte sie mit ausgefallenen Frisuren – unter anderem vom Grenchner selber kreiert. Herrichten liess sich dabei auch Eliana Burki, die mit ihrer modernen Art des Alphornblasens einen gelungenen Schlusspunkt setzte.



