Mieterverband Grenchen: Starker Zuwachs
Dienstag, 5. April 2005
in Archiv bis 2007

Vizepräsidentin Clivia Wullimann sprach von einem erstaunlichen Zuwachs
Der Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr sei erstaunlich gewesen, erklärte Clivia Wullimann, Vizepräsidentin des Mieterinnen- und Mieterverbandes Grenchen und Umgebung (MVG). Mit einem Zuwachs von 10,8 Prozent lag der Verband sogar an der Spitze aller Mieterverbände in der Schweiz. Ausschlaggeben für die zahlreichen Neuanmeldungen waren vor allem Spekulationsobjekte in Lengnau. Aber auch in Grenchen gab es zahlreiche neue Mitglieder. In den meisten Fällen traten die Mieterinnen und Mieter dem Verband bei, da der Vermieter zu viele Nebenkosten belastete. Mit den Nebenkosten versuchte die Vermieterschaft eine versteckte Mietzinserhöhung durchzusetzen. In allen Fällen, so betonte Clivia Wullimann, habe die Mieterschaft Recht bekommen.Im vergangenen Jahr fanden 115 Beratungen statt. Dies sind rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Es sei für ein Jahr, in welchem die Hypothekarzinse nicht anstiegen und somit eine Mietzinserhöhung nach sich ziehen, sehr viele Beratungen.Allerdings habe dieser Anstieg der Mitglieder und die Verhandlungen vor Gericht auch Folgen, führt Clivia Wullimann aus. Der MVG habe im vergangenen Jahr die meisten Fälle der drei Solothurnischen Mieterverbände vor Gericht. Dies und andere Faktoren führten zu einer Unterdeckung im Prozesshilfe-Fonds, welche der kantonale Mieterverband führe. Zur Zeit zahlen wird der Fonds mit vier Franken pro Mitglied geäufnet. Dieser Betrag müsse um 12 Franken angehoben werden, um die Unterdeckung abzuwenden. Die Mitglieder stimmten der Erhöhung zu.Lilian Jeannerat präsentierte im Kassabericht einen Gewinn von 1186 Franken. Dieser resultiere aus der höheren Mitgliederzahl. Die Anwesenden beschlossen, dass die Rechnungen für den Mitgliederbeitrag neu bereits im Oktober für das kommende Jahr erhoben werden. Zur Zeit werden die Mitgliederbeiträge im Frühling für das laufenden Jahr eingezogen.Im Anschluss an den statutarischen Teil erklärte Roberto Zanetti die Aufgaben des Volkswirtschaftsdepartements. Vor allem die Tätigkeit der Wirtschaftsförderung erklärte er detailliert. Ziel sei es möglichts viele gute Unternehmen in den Kanton Solothurn zu holen, um die Arbeitsplatzsicherheit und auch das Steueraufkommen zu verbessern. Er betonte dabei mehrmals, dass der Kanton Solothurn ein Erfolgsmodell sei. Hier werde mit einer schlanken Verwaltung das Maximum aus den zur Verfügung stehenden Mittel herausgeholt.



