sms-Interview mit den jüngsten Gemeinderatskandidaten
Mittwoch, 30. März 2005
in Archiv bis 2007

Im Uhrzeigersinn: Daniel Felber, Nathalie Meichtry, Marco Kropf und Selina Gander
Ist es o.k. wenn wir uns duzen, ist sonst ein komisches sms-Gefühl?
Daniel Felber: Ja sowieso.
Selina Gander: Ja sicher, kein Problem, das ist mir auch lieber. Bin nicht so gerne kompliziert :-)
Marco Kropf: Sowieso.
Nathalie Meichtry: Ja.
Wieso willst du in dem Alter schon in die Politik einsteigen?
Daniel Felber: Ich möchte, dass meiner Generation und ihren Ideen mehr Beachtung geschenkt wird.
Selina Gander: Es reizte mich mal etwas auszuprobieren und zu schauen, was dabei rauskommt. Ausserdem finde ich, die Jugend sollte sich auch einsetzen, denn es geht ja um ihre Zukunft.
Marco Kropf: Die „Älteren“ würden sonst über unsere Zukunft diskutieren, ohne zu wissen, was wir sagen würden. Und wir müssen in der Zukunft zu Recht kommen.
Nathalie Meichtry: Weil ich finde umso früher desto besser.
Was für Chancen hast du überhaupt gewählt zu werden? Junge gehen ja eh nicht an die Urne!
Daniel Felber: Ich weiss selber nicht wie meine Chancen stehen, aber ich hoffe, dass ich mit meiner Kandidatur die Jungen vermehrt zum Wählen bewegen kann.
Selina Gander: Ich denke gerade, dass das unser Vorteil ist. Wenn man doch jemanden wählen kann, den man kennt, ist der Reiz zum Abstimmen viel grösser.
Marco Kropf: Auch wenn schon nur ein paar Junge uns sehen und sich denken: Die wähle ich (und ist es ein Jux), ist dies ein Teilerfolg. Ich selbst glaube kaum, dass „junge“ Wählerstimmen alleine reichen. Doch vielleicht sind es entscheidende!
Nathalie Meichtry: Es ist mir schon klar, dass meine Chancen geringer sind, schliesslich steh ich auch noch am Anfang meiner politischen Laufbahn! Aber es zeigt meine Präsenz.
Also, wenn du nun gewählt wirst, für was konkret setzt du dich ein?
Daniel Felber: Für Projekte die Jugendliche betreffen, wie zum Beispiel die Umsetzung des so lange verschobenen Skate-Parks, und ich möchte vermehrt Konzerten und Aktivitäten von jungen Leuten die Tür öffnen können…
Selina Gander: Eine Shopping- und Flaniermeile in Grenchen. Damit man sich in der Begegnungszone wirklich mal begegnen kann.
Marco Kropf: Für ein attraktives Stadtzentrum auch für Junge. Versuchen den Jugendlichen Arbeitsplätze zu erschaffen.
Nathalie Meichtry: Steuersenkung, Jugend, mehr Arbeitsplätze schaffen, das Interesse des Volkes vertreten.
Wieso gehst du als Parteiloser ins Rennen und wo kann man dich politisch etwa einordnen? An Nathalie Meichtry: Wieso hast du dich für die SVP entschieden?
Daniel Felber: Da ich mich mit keiner der bestehenden Parteien genug identifizieren kann und will, habe ich beschlossen, parteilos zu kandidieren. Ich möchte mich nicht einer Partei unterordnen, sondern meinen eigenen Weg gehen. Einzuordnen bin ich schwer, aber ich bin stark linksgerichtet.
Selina Gander: Weil ich mich persönlich nicht 100 % hinter eine Partei stellen kann. Aber in Richtung „links“ gehen meine Vorstellungen.
Marco Kropf: Als Parteiloser wir man nicht in ein Schema gepfercht. So fühle ich mich freier. Ich sehe mich zwischen rot und schwarz.
Nathalie Meichtry: Ich bin für bürgernahe Politik und finde, dass die SVP das am meisten vertritt.
Merci für das Interview auf die junge Art und good luck!
Daniel Felber: Merci au. E schöne Tag no…
Marco Kropf: Danke auch. Schönä obä.
Selina Gander: Gern geschehen und danke zurück, es war mir ein Vergnügen.
Nathalie Meichtry: Merci, het mi gfreut. Bye.Hier geht's zur offiziellen Kandidatenliste.



