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Die 50er Jahre im Kultur-Historischen Museum sind zu Ende.

Samstag, 26. März 2005 in Archiv bis 2007
v.l. Helga Bohren, Fred Fasnacht und Monika Bruder
(hvr) Von insgesamt 666 Leuten wurde die Ausstellung „Grenchen in den 50er Jahren“ besucht. Mit einem Kurzreferat von Fred Fasnacht über die Bauten aus der Zeit wurde die Sonderausstellung im Kultur-Historischen Museum abgeschlossen.
Die Sonderausstellung des Kultur-Historischen Museums „Grenchen in den 50er Jahren“ wurde gut besucht, es gab einige Sonderführungen und an der letzten Führung nahmen zwanzig Leute teil. Zum Schluss hielt Fred Fasnacht ein bildreiches Kurzreferat über die Städtebauentwicklung in Grenchen in den 50er Jahren. Damals gab es noch keine Bauverordnung, um die Industrie aus dem Zentrum zu verbannen. Die ETA, das frühere Café Central und ein altes Bauernhaus bringt man jetzt noch auf ein Foto. Die Grenchner lebten, wohnten, arbeiteten und verbrachten ihre Freizeit am gleichen Ort, Geschäfts- und Wohnhäuser verdrängten die Bauernhäuser.Anschliessend beschrieb Fasnacht die Merkmale des Baustils. Der Wohnungsbau war karg, bescheiden, aber komfortabel, die Architekten versuchten gute Grundrisse mit heimeliger Wohnlichkeit zu verbinden. Bei den öffentlichen Bauten wurde das Bauvolumen auf verschiedene, funktionsbezogene Gebäude verteilt. Ein gutes Beispiel dafür ist das Schulhaus IV mit dem Sporttrakt, der Verwaltung und den Schulhäusern. An den Fassaden wurden neue Materialien wie Glas und Kunststoff verwendet. Neu waren die überdachten Vorbereiche, wie beim Schwimmbadrestaurant. Ebenfalls neu war das Aufsetzen und Zurückstufen in der Fassade, wie man es bei der Turnhalle vom Schulhaus IV betrachten kann oder zusätzlich noch ein Kontrast von Leerflächen und Fenstern, wie es bei der (alten) „neuen Post“ gemacht wurde.Der Referent zeigte sämtliche Beispiele, unter anderem das Mibaquartier, die Einfamilienhäuser im Lerchenweg (beim Schlachthaus), das Spital, das Schwimmbad, den Schweizer Bankverein, das Warenhaus Meyer und Söhne an der Löwenkreuzung, den Hallgarten und den Südbahnhof, das Nivadahaus (ehemaliger Spielwarenladen Maillard), das Sorag-Gebäude und den Luterbacherhof beim Marktplatz. Einige Architekten aus der Zeit sind Barth und Zaugg, Beda Hefti, Straumann und Blaser und die Gebrüder Bernasconi.Helga Bohren und Monika Bruder bereiten seit längerer Zeit die nächste Sonderausstellung vor. Ab 30. April geht es weiter mit „Begegnungen in Grenchen, 200 Jahre Mazzini“. Öffnungszeiten: Mi, Sa, So 14 bis 17 h, Fr 17 bis 20 h.

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