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Weltwassertag 2005

Montag, 21. März 2005 in Verschiedenes
Der Trinkwasserkonsum bleibt konstant
(Paul Sicher) Der Trinkwasserkonsum in der Schweiz nimmt seit Anfang der Achtzi-gerjahre stetig ab. Im trockenen und heissen Sommer 2003 gaben einzelne Wasserversorgungen an Spitzentageb bis zu 20% mehr Trink-wasser ab. Die Verbrauchsspitze von 1976 wurde nicht mehr er-reicht, obwohl sich im Ausnahmejahr eine vorübergehende Trendum-kehr zeigte und der Wasserverbrauch pro Kopf im Vergleich zum Vor-jahr leicht um 0.5% auf 401 Liter pro Einwohner und Tag anstieg.
Seit rund 30 Jahren ist der Wasserverbrauch in der Schweiz stetig rückläufig. 1981 verbrauchte die Schweizer Bevölkerung noch über 500 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag. Seither sank der Was-serverbrauch um annähernd 100 Liter auf 401 Liter pro Einwohner und Tag. Auf Grund der trockenen Witterung wurde etwas mehr Trink-wasser aus Seen und Grundwasser gefördert, als aus Quellen. Quel-len reagieren schneller auf Witterungseinflüsse. Allein im Haus-halt hat sich der Trinkwasserverbrauch in den letzten 20 Jahren um 20 Liter verringert und beträgt heute im Durchschnitt lediglich 162 Liter pro Einwohner und Tag. Neuere Produktionsverfahren und Strukturänderungen führten zu einem markant kleineren Wasser-verbrauch in der Industrie. Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches erhebt seit hundert Jahren alljährlich den schweize-rischen Wasserverbrauch.

Keine Notwendigekeit den Wasserkonsum zu reduzieren
Da in der Schweiz im Allgemeinen nur 5% der Niederschlagsmenge für Trink- und Brauchwasser von Haushalten, Industrie und landwirt-schaftlicher Bewässerung genutzt wird, für Trinkwasser sogar nur 2%, ist die Sicherstellung der Wasserversorgung in Trockenzeiten vorwiegend ein organisatorisches Problem, was sich auch im Extrem-sommer 2003 bestätigte. Die Schweiz verfügt über reiche Wasserre-serven. Es ist weder aus ökologischen noch ökonomischen Gründen notwendig, den Trinkwasserkonsum weiter einzuschränken.

Konsequenzen für den Wasserpreis
Ein reduzierter Wasserkonsum hat Auswirkungen auf den Wasserpreis, da Wasserversorgungen einen hohen Fixkostenanteil und einen gerin-gen mengenabhängigen Kostenteil aufweisen. Das Kapital der Wasser-versorgungen liegt in den rund 53'000 km Leitungsrohren im Unter-grund. Diese müssen gepflegt und erneuert werden, unabhängig wie-viel Wasser verbraucht wird. Die notwendigen Investitions- und Erneurungskosten belaufen sich auf auch 2003 auf gut 600 Millionen Franken. Damit kann die notwendige Leitungserneuerung sicherge-stellt werden. Um kostendeckend zu arbeiten, müssen die kleineren Verkaufsmengen längerfristig durch höhere Wasserpreise kompensiert werden. Trotzdem bleibt das Trinkwasser günstig, 1000 Liter kosten im Schweizer Durchschnitt Fr. 1.60.

1.08 Billionen Liter Wasser pro Jahr !
Die Schweizerischen Wasserversorgungen haben 2003 1,08 Milliarden Kubikmeter Wasser gefördert. Dies entspricht ungefähr der Menge des Bielersees oder einem Wasserwürfel der Kantenlänge 1 km. Das Trinkwasser der Schweiz setzt sich je zu 40% aus Grund- und Quell-wasser zusammen. Die restlichen 20% stammen aus den Seen. Die Qua-lität des Wassers ist ausgezeichnet, knapp 40 % erfordern keiner-lei Aufbereitung, die restlichen 60 % werden schonend und naturnah aufbereitet.

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