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Famililenexterne Betreuung – Umfragebericht 2004 liegt vor

Montag, 14. Februar 2005 in Verschiedenes
(mgt) Das Amt für Gemeinden und soziale Sicherheit (AGS) führte 2004 eine Erhebung bei den familienergänzenden Betreuungsinstitutionen des Kantons durch. Die Fragestellungen zu den Themen „Qualität, finanzielle Unterstützung und Vernetzung“ waren dabei zentral. Jetzt stehen die Resultate in Form eines Berichts für Fachpersonen und die Öffentlichkeit zur Verfügung.
Der Bericht hält u.a. fest, dass Kindertagesstätten grosse Unterschiede bezüglich Unternehmensentwicklung und Professionalität aufweisen und sich in einem hohen Mass um gute Qualität bemühen. Teilweise sind die Institutionen miteinander vernetzt. Die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind markant und im Bereich der finanziellen Unterstützung sind Verbesserungen erwünscht.Das Ziel der Umfrage bei den 43 angeschriebenen familienergänzenden Betreuungsinstitutionen im  Kanton Solothurn war, Antworten bezüglich „Qualität, finanzielle Unterstützung und Vernetzung“ der Kindertagesstätten zu erhalten. Die Mehrheit der Kindertagesstätten verfügen über eigene erarbeitete Qualitätsmerkmale und entwickelten ein eigenes Qualitätskonzept. 1/3 der Kindertagesstätten sind Mitglied des Schweizerischen Krippenverbandes.  Zahlreiche Institutionen beanspruchen Supervision, Fachberatung und Intervision, um ihr berufliches Handeln zu reflektieren. Die Kindertagesstätten sind bezüglich Qualität auf einem einem erfreulichen Stand.Solange Austausch und Zusammenarbeit „informellen Charakter“ haben, ist eine Vernetzung bei den Institutionen mehrheitlich erwünscht und in der Realität bereits verankert. Eine profes-sionalisierte und verbindliche Zusammenarbeit oder gar eine zentrale Stelle, welche eine Drehscheibenfunktion, Lobbying und Beratungsaufgaben übernehmen könnte ist explizit nicht er-wünscht. Solche Organisationsformen bauen auf dem Bedürfnis nach Standardisierung und Professionalisierung auf. Eine Vermutung ist, dass zahlreiche Kindertagesstätten im Kanton derzeit in der Pionierphase sind und die Suche nach Identität im Vordergrund steht. Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist sehr ausgeprägt. Im Kanton Solothurn ist die Professionalisierung des familienergänzenden Betreuungsbereichs in ländlichen Gegenden am Anfang ihrer Entwicklung. In den Städten Solothurn, Olten und Grenchen hingegen hat der Betreuungsbereich eine längere Tradition. Dies hat wohl mit dem früheren und raschen Wandel der Familienformen, höherer Anonymität und veränderten gesellschaftlichen Werten zu tun. In den Städten ist die Nachfrage nach Kindertagesstätten-Plätzen entsprechend höher und auch die Finanzierung durch die Einwohnergemeinden und Dritte mit 90 % hoch.  Die Unternehmensentwicklung der Kindertagesstätten ist unterschiedlich und die Ansprüche an Professionalisierung ebenso. Veränderungswünsche der Kindertagesstätten kamen in den Resultaten der Umfrage klar zum Ausdruck: rund die Hälfte hätten gerne Unterstützungsbeiträge von der öffentlichen Hand. Bezüglich inhaltlichen Veränderungen gibt es eine hohe Zufriedenheit. Der Bericht kann im Internet unter [www.ags.so.ch/feb-umfrage-04] (Dieser Link bezog sich auf eine alte Version von grenchen.net und könnte unter Umständen nicht mehr besucht werden.)) abgerufen werden.

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