Kaltes Wetter und warmes Ambiente am Grenchner Weihnachtsmarkt
Mittwoch, 22. Dezember 2004
in Archiv bis 2007

Eine kräftige Bise zog am Freitagabend durch Grenchen und spät in der Nacht wütete auch Frau Holle bei diesem Unwetter mit. Ganz anders präsentierte sich dann der Samstag. Als die Sonne zum Vorschein kam, zog es auch die Leute nach draussen. „Der Samstag war ein super Tag. Da hat man gesehen, wie es hätte sein können“, sagt Markus Arnold, Leiter der Gruppe Detailhandel des Gewerbeverbandes Grenchen. Er und seine Gruppe zeichneten verantwortlich für den grossen Weihnachtsmarkt, der an diesem Wochenende für buntes Treiben auf dem Märetplatz sorgte.
Bunt deshalb, weil das Angebot in diesem Jahr gross und dementsprechend auch vielfältig war. Über 100 Aussteller priesen ihre Produkte an – teils in grossen Zelten und teils draussen an geschützten Ständen. „Die Resonanz von den Betreibern in den Zelten war äusserst positiv“, erklärt Markus Arnold. Das Feedback der „Freiluft-Aussteller“ sei gemischt. Es habe solche die rühmen und andere die jammern.
Den Besuchern wurde ein stimmungsvolles Rahmenprogramm geboten. So im Zelt der Regiobank auf dem Zytplatz, wo laufend musikalische Auftritte auf die Besucher warteten. Mit dabei waren die Musikschulen von Grenchen und Bettlach, Susanne Büchler mit Pianist (Gospel and Soul), Damian Meier und Sabine Lehmann-Maienfisch, die Band Tonholz und die A-cappella-Formation Vocal Solicant. Am Sonntagmorgen fand hier auch das „Engelszmorge“ statt, welchem die Jodlerklubs Bärgbrünnli und Bettlach die musikalische Note verpassten.
Vom Ohrenschmaus zum Genuss für die Augen – der Dekoration. Vor allem Engel waren es, die am Wochenende über dem ganzen Ausstellungsgelände thronten und ein warmes Ambiente hervorriefen. Für einen anderen Schmuck sorgten die Besucher gleich selbst. Sie kauften gesamthaft 450 Weihnachtskugeln, die nun am grossen Tannenbaum auf dem Marktplatz baumeln. In jeder Kugel steckte ein Gutschein und der Erlös aus diesem Verkauf kommt der Grenchner Weihnachtsbeleuchtung zugute.
Ein anderer Verkaufsschlager war nicht zuletzt, dem Wetter sei Dank, der Glühwein. Ausgeschenkt wurde dieser in einem besonderen Behälter: eine Tasse mit dem offiziellen Weihnachtsmarkt-Emblem drauf; gezeichnet vom Grenchner Marcel Bavaud. Beim Verkauf wurde ein Depot erhoben und so konnte, wie dies rund 1000 Besucher taten, jeder seine Tasse auch gleich behalten.
Die Zufriedenheit der Organisatoren zeigt sich darin, dass sie im nächsten Jahr am Grundkonzept festhalten werden. Einzig wolle man mit mehr weihnächtlichen Marktangeboten auffahren. Auf den Prüfstand kommt das Datum, erklärt Markus Arnold: „Wir wollen schauen, ob dieses Wochenende tendenziell schlechtes Wetter mit sich bringt, oder wir einfach nur Pech hatten.“



