PISA: Lehren ziehen, Chancengleichheit verbessern
Mittwoch, 15. Dezember 2004
in Verschiedenes

Die PISA-Studie 2003 zeigt tendenzielle Verbesserungen auf. Eine erste Analyse zeigt aber auch, dass für die Schweiz Handlungsbedarf besteht und die Lehren aus dieser Studie zu ziehen sind. Dabei stehen für die SP Schweiz stehen drei Punkte im Zentrum:
- Für die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie ist besonders beunruhigend, dass die Jugend bloss eine durchschnittliche Bewertung ihres Lese- und Verständnisvermögens erzielt. Hier müssen besondere Anstrengungen unternommen werden, denn gerade hier gehört die Schweiz an die Spitze.
- PISA 2003 zeigt erneut mit aller Deutlichkeit die sozial unterschiedlichen Bildungschancen auf. Es ist für die reiche Schweiz ein inakzeptabler Skandal, dass Kinder aus weniger wohlhabenden Familien deutlich schlechtere Chancen haben. Wie die Studie aufzeigt, schneiden integrierende Schulmodelle besser ab als früh selektierenden. Das Fördern muss gegenüber dem Fordern im Vordergrund stehen.
- Neben der ausreichenden Finanzierung und der Arbeit an den konkreten erkannten Schwächen gehören strukturelle Reformen zu den dringendsten Punkten auf der politischen Agenda. Die institutionelle Erneuerung der gesamtschweizerischen Bildungskoordination muss nun rasch erfolgen (Bildungsrahmenartikel, Hochschulartikel). Die Reaktionsfähigkeit der Bildungsinstitutionen muss so beschleunigt werden, dass erkannte Mängel kohärent und flächendeckend behoben werden können. Bund und Kantone müssen zusammen spannen, um die Jugend während ihrer gesamten Bildungskarriere bestmöglich zu fördern.
Die Anstrengungen der EDK, die Lernziele innerhalb der Schweiz zu harmonisieren (Projekt HarmoS) und die Erfolge von Massnahmen in einem Monitoring zu überwachen, verdienen Anerkennung. Ebenso klar zeigen die internationalen Berichte wie auch die eigenen Erfahrungen, dass es innerhalb der Schweiz an der Umsetzung von Koordinationszielen hapert. Man denke etwa an das leidige Dossier «Harmonisierung der Stipendien» oder an die Übereinkunft über die Fremdsprachen.
Aus diesem Grund fordert die SP Schweiz mit aller Deutlichkeit, dass die WBK (Kommission für Wissenschaft, Bildung, Aus diesem Grund fordert die SP Schweiz mit aller Deutlichkeit, dass die WBK (Kommission für Wissenschaft, Bildung, Kultur) des Nationalrats dem Parlament einen griffigen Bildungsrahmenartikel vorlegt und die WBK des Ständerats ein zukunftsweisendes Modell für eine bessere Steuerung des Hochschulbereichs erarbeitet.
Die Schweiz kann ihren Wohlstand nur bewahren und mehren, wenn sie in der Bildung wie auch in der Forschung an der Spitze vergleichbarer Länder steht. Wir dürfen uns bei unserem wichtigsten «Rohstoff» nicht mit dem Mittelmass begnügen.



