(Paul-Georg Meister) – In einer Woche ist Schmutziger Donnerstag, Chesslete. In einer Woche beginnt in Grenchen die Fasnacht – eine der wohl schönsten Jahreszeiten am Jurasüdfuss.
Allerdings ist Fasnacht auch mit viel Arbeit verbunden. Seit Wochen schon wird in den Zünften gearbeitet. Da wird gehämmert, gesägt, gemalt und gesprayt, schliesslich sollen ja die Umzugswagen im besten Licht dastehen.
Da wird in vielen Familien aber auch genäht, Kostüme werden kreiert, Larven gestaltet und mit viel Liebe zum Detail werden die Kostüme schliesslich zusammengenäht. In den Schulen werden Laternen bemalt und zum ersten Mal sind in Grenchen Schulkinder an der Arbeit um den Böög herzustellen, der am Aschermittwoch auf dem Marktplatz verbrannt wird.
Ich staune jedes Jahr, wenn ich sehe, mit wie viel Kreativität und Fantasie die Grenchnerinnen und Grenchner ihre Fasnacht vorbereiten. Ich staune immer wieder, wie viele Super-Ideen in diesen Tagen umgesetzt werden. Ich staune über die Kreativität und die Virtuosität der «Värsli-Schmiede» mit ihren Schnitzelbänken.
Und ich freue mich über die vielen stillen Helferinnen und Helfer im Hintergrund; ohne ihre Arbeit könnte die Fasnacht nicht länger bestehen. Ihnen möchte ich an dieser Stelle einmal von ganzem Herzen Danke sagen.
Eine kleine Reminiszenz noch am Rande: Mein Kollege Kurt ist noch immer am «hirnen», mit welchem Kostüm er und seine Frau die Goschennacht besuchen wollen.
Nun, ich weiss, wie sich die beiden kennen gelernt haben. Es war am legendären «Zunftball» im Parktheater. Sie war eine Hexe und er ein Clown. Und – aber bitte sagen Sie das nicht weiter – daran hat sich bis heute nichts geändert …
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