
Columbin Bearth vergleicht und testet die Hygrometer. (Foto: Heiko Schiltsky)
(Marc Cattin) – Neben der Einfahrt des Spitals Grenchen befindet sich die Geschützte Operationsstelle (GOPS). Für den Ernstfall ausgelegt, funktioniert diese Anlage 14 Tage lang autonom. Ausgestattet mit allen notwendigen sanitären Einrichtungen muss die GOPS regelmässig gewartet werden. Diesen Herbst führte die Regionale Zivilschutzorganisation (RZSO) die grosse Wartung durch, die alle drei Jahre stattfindet.
Akribisch prüfen die Zivilschützer unter Mithilfe der Anlagenwarte Columbin Bearth und Christian Bosch die gesamte Einrichtung. Dazu sammeln sie zum Beispiel die Lampen für die Notbeleuchtung ein, um die Funktionsdauer der Akkus zu testen. Wenn die Lampen nicht mindestens sechs Stunden leuchten ist eine Reparatur erforderlich.
Die Luftfeuchtigkeitsmesser und die Thermometer gehören wie auch Wasserleitungen, Ventile und Lüftung zur Kontrolle. Markus Tschannen, Leiter des Technischen Dienstes beschreibt einen typischen Fall: „Die Wasserleitungen ziehen sich schnell zusammen. Sobald wieder Wasser mit etwas Druck kommt, dehnen sich die Leitungen wieder.
Das bewirkt, dass sich der Kalk löst und vom Wasser rausgespült wird, was wiederum dünnere Leitungen wie zum Beispiel von WC-Spülkästen verstopfen kann.“ Die gesamte Einrichtung wird sechsmal pro Jahr durch den Technischen Dienst des Spitals Grenchen gewartet. Nur die grosse Wartung alle drei Jahre übernimmt der Zivilschutz.
Die GOPS wurde 1983 gebaut. Darin befinden sich 248 Patientenliegen und 102 Personalliegen. Weitere Räume sind Operationszimmer, Sterilisation, Röntgen, Apotheke, Gipsen, Labor und eine Küche. Die Lüftung pumpt auf Höchstleistung 12900 Kubikmeter Luft pro Stunde in die Anlage. Der Wassertank fasst 300000 l , für die Generatoren stehen 18715 l Diesel zur Verfügung.
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