(mgt) – Das cantus firmus vokalensemble & consort führt vom 14.-16. August Georg Friedrich Händels «Apollo e Dafne» auf Schloss Waldegg auf. Dies obwohl das Kulturprojekt «Sommerbühne Schloss Waldegg» aufgrund statischer Schwierigkeiten bei der Bühnenkonstruktion kurzfristig abgesagt werden musste. Mit einem Zelt kann diese «Freilichtaufführung» nun doch noch wetterfest gemacht werden.
Anfang Mai erst, mitten in den Vorbereitungen, erfuhr das cantus firmus vokalensemble & consort, dass die geplante überdachte Bühne mit Zuschauertribühne auf Schloss Waldegg diesen Sommer nicht gebaut würde. Das Projekt «Apollo und Dafne» war damit ebenfalls gefährdet. Mit Unterstützung der Verantwortlichen des Kantons und des Schlosses kommt es nun doch zustande, und das auch noch «wetterfest». Für die halbszenische Aufführung von «Apollo und Dafne» vom 14. bis 16. August wird ein Zelt aufgebaut, das die Aufführungen auch bei Schlechtwetter möglich macht.
Die Organisatoren sind glücklich, dass die Reihe der Opern auf dem Barockschloss Waldegg damit weitergeführt werden kann. Sie hoffen, dass «Apollo und Dafne» an die Erfolge von Rousseaus «Le Devin du Village» (Rousseau) und «Les Trocqueurs» (Dauvergne) aus dem Jahr 2006 sowie «Orphée et Euridice» (Gluck) von 2007 anknüpfen kann. Nach der vielbeachtete Einspielung von Rousseaus «Le Devin du Village» wird das Ensemble mit diesem Programm zum Händeljahr erneut eine CD einspielen.
Halbszenische Aufführung
Mit «Apollo und Dafne» schuf Händel auf seinen Studienreisen in Italien eine seiner schönsten dramatischen Kantaten. Andreas Reize und das cantus firmus consort erzählen in einer halbszenischen Aufführung mit Kostümen und Lichtregie diesen für die Operngeschichte so bedeutsamen Stoff nach Ovids Metamorphosen über den Kampf der Geschlechter, Hingabe und Widerstand, Begierde und Moral. Dabei wird «Apolle e Dafne» mit Instrumentalwerken Händels – darunter zwei Suiten aus der wenige Jahre früher entstandenen, grösstenteils verschollenen Oper «Die verwandelte Daphne» – zu einem abendfüllenden Werk erweitert. Mit diesem «inszenierten Konzert» zeigt sich, in welch engem Wechselverhältnis Händels vokale und instrumentale Klangsprache steht, und dass der trotz seiner Berühmtheit oft unterschätzte Komponist von Beginn an vor allem eines war, ein mit allen Wassern der Charakterisierungskunst gewaschener Dramatiker.
Die Daten:
Freitag, 14. August 2009
Samstag, 15. August 2009
Sonntag, 16. August 2009
jeweils um 19.30 Uhr
Die Vorstellungen finden bei jeder Witterung statt, Bühne und Tribühne sind überdacht.
Vorverkauf
Zentrale Vorverkaufsstelle Solothurn, Telefon 032 626 46 86
Karten zu CHF 60.–, CHF 45.–
Schüler und Lernende zum halben Preis,
Gönner CHF 10.– Ermässigung.
Kinder bis 12 Jahre gratis.
Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn.
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