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Leserbrief: Uhrencup-Plakate

Fussball und viel mehr. (Foto: Paul-Georg Meister)

(Rolf Beyeler, Grenchen) – Grafisch hübsch und filigran gemachte Plakate weisen uns Grenchner auf den bevorstehenden Uhrencup hin. Von weitem sind die Plakate nicht gut sichtbar, aus der Nähe ist dann auch der Text lesbar: „Wussten Sie schon, dass es in Grenchen noch (viel) mehr gibt ausser Fussball?“ Nämlich ein architektonisches Bijou namens „Parktheater“, einen Flugplatz und viel Technologie. Wir Grenchner wissen das.
Aber warum ist denn das Wort „viel“ in Klammern gesetzt? Entweder es gibt viel mehr oder es gibt nicht viel mehr. Das „Parktheater“ ist zweifellos ein architektonisches Bijou, schade nur, dass man nach 22 Uhr nur nach vorheriger Voranmeldung noch etwas Warmes zu essen bekommt. Von der Architektur allein wird man nicht satt.

Auf den Plakaten hätte man ja auch einfach lesen können:“ Grenchen IST Fussball-, Wakker-Bilderbuch-, Technologie-, Kürbis-, Flughafenstadt und so weiter. Gültige Aussagen machen und diese nach aussen hin vermitteln, und das möglichst breit gestreut, ist der Sinn und Zweck eines Standortmarketings. Nämlich Grenchen nicht den Grenchnern, sondern den Auswärtigen verkaufen.

Hängen diese Plakate auch in Bern, Basel oder sogar in Athen und Donez ? Der Grenchner ist sowieso stolz auf seine Stadt. Die Plakate hätten auch rund sein können, rund wie der Fussball, mit dem Hinweis vielleicht, dass Grenchen rollt und das nicht nur fussballerisch. „Grenchen macht Tore (auf), nicht nur der Fussballrasen ist in Grenchen grün“.

Und – sind die Plakate eigentlich von einem Grafiker aus unserer Umgebung entworfen worden? Standortvermarktung beginnt beim Standort, auch was die Vergabe von Aufträgen betrifft. In diesem Sinn wünsche ich den Grenchnerinnen und Grenchnern viele rollende Bälle und wenig Offside-Stellungen, dies nicht nur am Uhrencup!

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1 Kommentar zu Artikel “Leserbrief: Uhrencup-Plakate”

  1. rollvi sagt:

    Mich würde einmal interessieren bei diesem wirtschaftlichen Fussball VIP Event wie viele Gelder gesprochen werden für aktive Sozialpolitik… also für die Juniorenabteilung und Juniorenförderung des FC Grenchen, da ja auch die sozial-liberale Allianz der Stadt Grenchen Steuergelder investiert in dieses Volksfest?

    Was ich bis heute auch nicht verstehe: Warum der FC Grenchen den Namen Uhrencup an private Investoren verkauft hat?

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