(mgt) – Nach den Erfahrungen des letzten Jahres hat der Uhrencup sein Sicherheitskonzept überarbeitet und geht bei der 48. Austragung neue Wege. Erstmals setzt er dabei neu auch auf Überwachung und die Identifizierung von Chaoten auf der Homepage des Uhrencups im Internet.
Die Welle der Ausschreitungen hat im letzten Sommer auch den bis dahin als friedlich geltenden Uhrencup erreicht. Die Scharmützel im Anschluss an das finale Turnierspiel Basel – Dortmund waren zwar vergleichsweise harmlos, dennoch waren sie Beweis dafür, dass Randalierer und Chaoten auch den Uhrencup als Plattform für ihr Treiben nutzen können.
Die Verantwortlichen des Uhrencups haben in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Solothurn, mehreren Sicherheitsunternehmen und nach Prüfung der Rechtslage das umfangreiche Sicherheitskonzept überarbeitet.
Neue Stadionordnung und Fotos im Internet
Im Stadion Brühl gilt für den Uhrencup eine neue Stadionordnung, die allen Ticketkäufern verteilt wird. Darin wird festgehalten, dass Verstösse gegen die Stadionordnung geahndet und die fehlbaren Personen zur Verantwortung gezogen werden. Personen mit Stadionverbot erhalten keinen Zutritt, auch angetrunkene oder vor dem Stadion negativ aufgefallene Personen, werden beim Eingang abgewiesen. Das Vermummen wird ebenso wenig geduldet, wie das unerlaubte Betreten des Spielfelds, das Abbrennen von Feuerwerk oder Gewaltanwendungen jeglicher Art.
Zur Eruierung von Übeltätern steht ein Video- und Fototeam im Einsatz, das zum einen die Stadioneingänge überwacht und gleichzeitig auch den Zuschauerbereich observiert. Identifizierte werden juristisch verfolgt. Im Bedarfsfall hat die Polizei zur raschen Einvernahme und Aburteilung vor Ort neue Möglichkeiten geschaffen. Einen neuen Weg geht der Uhrencup bei der Ermittlung von auffälligen Personen: auf der Homepage des Uhrencups werden Bilder von nicht identifizierten Übeltätern publiziert. Die User und die Zuschauer sollen so in die Überführung von Randalierer mit einbezogen werden.
Fixe Sektoren auf der Stehrampe aber keine Parkplätze mehr beim Brühl
Die Zahl der Sicherheitskräfte ist aufgestockt worden, ohne dass die Aufstockung unangenehm auffallen wird. Kräfte in Zivil stehen ebenso im Einsatz, wie ein geschultes Einsatzkommando, das Übeltäter im Notfall aus dem Zuschauerbereich entfernen kann. Infrastrukturelle Massnahmen unterstützen das Sicherheitskonzept. Die Stehrampen sind neu in fixe Sektoren unterteilt, die die Zirkulation einschränken und im Bedarfsfall ganz unterbinden. Zudem werden ausserhalb des Stadions die Zufahrtsstrassen rund um das Brühl abgesperrt und Parkplätze zum Bahnhof Süd aufgehoben. Besucherinnen und Besucher werden gemäss neuem Parkleitsystem eingewiesen.
Der Uhrencup 2009 soll wieder als friedlicher Familienanlass in Erinnerung bleiben, wo man die Möglichkeit hat, die Stars des runden Leders hautnah zu erleben.
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