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Ice Breaker 2009 – Ausstellung und Promis auf dem Grenchner Marktplatz

OK-Präsident Julien Lischer, Sängerin Katharina Michel, Schauspieler Gilles Tschudi und OK-Mitglied Kilian Messerli an der Ausstellung mit Bildern von Schwerbehinderten der Stiftung Rodania in Grenchen. (Foto: zvg)

(Anita Panzer) – Die Ausstellung mit Zeichnungen von Schwerbehinderten der Stiftung Rodania zum Event „Ice Breaker 2009“ der Stadtpolizei Grenchen vom Samstag fand regen Anklang, vor allem, als Music Star Gewinnerin Katharina Michel ihre erste Single präsentierte und Autogramms verteilte. Ueli Liggenstorfer moderierte den Anlass von 10 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz in Grenchen und interviewte auch den prominenten Schauspieler Gilles Tschudi alias Michael Frick aus der TV-Soap „Lüthi & Blanc“.

Zwischen 500 und 1000 Eintritts-Buttons für den Event „Ice Breaker 2009“, den die Stadtpolizei Grenchen mit verschiedenen Partnerorganisationen organisert und der am 15. August auf dem Grenchner Marktplatz stattfindet, seien bereits verkauft, sagte OK-Präsident Julien Lischer am vergangenen Samstag anlässlich der Ausstellung mit Zeichnungen von Schwerbehinderten der Stiftung Rodania auf dem Marktplatz in Grenchen. Angefertigt wurden die Buttons von Schwerbehinderten. Anfang Jahr hatte das Organisationskomitee mit den Verantwortlichen der Stiftung Kontakt aufgenommen, um über die Anfertigung der als Eintrittstickets gedachten Buttons zu sprechen. Der Gedanke wurde im Rodania sofort aufgenommen und umgesetzt: Entstanden sind Vorschläge, Entwürfe, ja Bilder zum Ice Breaker 2009, so wie die behinderten Menschen, die im Rodania wohnen und arbeiten, sich ihn vorstellen und verstehen. «Diese Bilder sind so toll, dass wir unbedingt etwas mit ihnen machen wollten. So ist die Idee der Ausstellung entstanden», erzählt Julien Lischer, OK-Präsident des Ice Breaker.

So wurde die Ausstellung lanciert, und sie diente auch gleich als PR-Anlass für den Event vom 15. August, an welchem unter anderem QL, DJ Antoine und Wurzel 5 auftreten. Radio-32-Moderator Ueli Liggenstorfer moderierte, Sängerin Katharina Michel stellte ihre erste CD «Kei Luscht zum ga» vor, mit welcher sie sich einen Platz unter den Top 3 der Schweizer Single Charts ergatterte. Nun arbeitet sie an ihrem ersten Studio-Album, das von keinem Geringeren als Florian Ast produziert wird. Ihre zweite Single «Landei» soll Ende Juni erscheinen. Am späteren Nachmittag tauchte dann auch Schauspieler und Regisseur Gilles Tschudi auf, der in Lausanne an einem Hörbuch arbeitet und nach dem Anlass auch gleich wieder ins Studio zurückeilte. Er stand aber für Autogramme und ein Interview mit Liggenstorfer zur Verfügung. Auf die Frage, weshalb er nach Grenchen gekommen sei, antwortet er: „Ich finde es wichtig, dass die Polizei einen Schritt auf Jugendliche zugeht und ihr Image verbessert. Nicht-Polizisten sollen aber auch einen Schritt auf die Polizei zutun. Polizisten sind ja auch nur Menschen – kein Wunder also, dass wenn man sie anfeindet, sie auch zurückfeinden.“ Mit dem „Ice Breaker“ bestehe die Möglichkeit, sich von einer anderen Seite zu zeigen. Nächstes Jahr kommt ein Film mit Tschudi in die Kinos, in welchem er den Chef der Schweizer Geheimpolizei spielt, eine Schweizerisch-französische Kooperation.

Ice Breaker 2009

Die Polizei Stadt Grenchen führt am 15. August 2009 den Open Air Anlass «Ice Breaker» auf dem Marktplatz in Grenchen durch. Dieser soll die Akzeptanz der Polizei bei den Jugendlichen fördern und das Gespräch mit ihnen ermöglichen. Das Zielpublikum sind in erster Linie Jugendliche im Alter zwischen 14 und 25 Jahren. Neben den Jugendlichen sollen aber auch deren Eltern angesprochen werden. Beide sollen in Bezug auf Themen wie Alkohol, Drogen, Jugendgewalt, Littering, Sachbeschädigungen und die Sicherheit im Strassenverkehr sensibilisiert werden.

Ebenfalls mit von der Partie sind die Jugendpolizei des Kantons Solothurn, die Jugendkommission Grenchen, Poinzz.ch und das Blaue Kreuz, die Jugendfeuerwehr Grenchen sowie verschiedene Firmen, die den Anlass sponsern. Für das Nachmittagsprogramm mit diversen Tanzgruppen, Live-Bands, einer Solo-Sängerin und einer Schülerrockband mit Perkussion der Musikschule Grenchen zeichnet das Lindenhaus Grenchen verantwortlich. Die nationalen Act’s QL, DJ Antoine und Wurzel 5 am Abend sollen ein breites Publikum anziehen.

Mehr Infos: www.ice-breaker.ch

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6 Kommentare zu Artikel “Ice Breaker 2009 – Ausstellung und Promis auf dem Grenchner Marktplatz”

  1. Hanspeter Vögtli sagt:

    Ein witziger Gedanke: Kann jeder mal ausprobieren und den Polizisten in sich entdecken… aufspüren…, statt wie üblich dem “inneren Schelm” bei günstiger Gelegenheit zum Durchbruch zu verhelfen.

    Ob diesem Event “IceBreaker” nachhaltiger Erfolg beschieden sein wird, hängt dann aber wieder davon ab, wie tolerant / integrierend man Minderheiten behandelt. Ich wünsche gutes Gelingen!

  2. Ruch Patrick sagt:

    Ich finde das Unternehmen ”IceBreaker” eine hervorragende Idee um mit unsere Jugend einen drauf zumachen, ihnen zu zeigen das unsere Gesetzeshüter auch nur Menschen sind, die wie ich finde in Grenchen einen sehr guten Job erledigen. Der Startschuss für den 15 August ist Ihnen mit dem Anlass geglückt. Freue mich auf jeden Fall auf den Event und hoff auf Zahlreiches erscheinen von Jung und Alt.

  3. rollvi sagt:

    Jo gäll, Vögtli.. es ist, als ob der Dieb den Polizisten bittet, den Dieb zu fangen, der er ja selbst ist und sich nicht fangen lässt – ein scheinbar unlösbarer Teufelskreis. Aber die Lösung ist einfach: man muss den Gedanken zu seiner Quelle zurückverfolgen, ohne zu denken.

    Also nur Mut… :-))

  4. Hanspeter Vögtli sagt:

    Ich denke mir dieses Spiel als Variante des von Beuys eingeführtem “erweiterten Kunstbegriff”. Er ist mit Nachdruck dafür eingestanden, sich als “soziale Plastik” zu begreifen, die sich durch permanente Übung auch mit 70 noch wachsweich formbar hält, um hellwach bis geistesgegenwärtig den gesellschaftlichen Prozess zu beeinflussen. Dies erfolgt durch ein Gewahr- und Innewerden des Antipoden seiner selbst. Man lebt schliesslich auch, um Sachen auszuprobieren. Oder schaust Du lieber Fernsehen?

  5. rollvi sagt:

    Meiner künstlerisch sehr begabten Nichte wollte ich das Studium mitfinanzieren, wenn Sie einen künstlerischen Beruf wählt, aber sie lehnte ab und studiert jetzt Jura (Rechtswissenschaft) in Freiburg. Ich habe sie gefragt: Warum willst du die Freiheit mit Recht eintauschen? Sie meinte: Es ist sicherer, man hat viel mehr Möglichkeiten und verdient mehr… was ihre Eltern unterstützen… ;-)

    Nein, ich meditiere sehr viel….

    Soll den unruhigen Geist zur Ruhe bringen und die Leistung fördern.
    Leider ist es ja so, dass wir alle gewissermassen als lädierte “Nervensysteme” durch die Weltgeschichte laufen…

  6. WernieX sagt:

    Wie jetzt, Polizisten sind Menschen?! Die auch noch ihren job gut erledigen? Aber sonst ham Sie keine Beschwerden, ja?!? Polizisten sind gestörte Soziopathen, die sich aus irgendwelchen Gründen bemüssigt fühlen die Menschheit zu schulmeistern und zu massregeln. Wenn mal wirklich was los ist (3fach Mord) ist man gnadenlos überfordert, zumal man ja nicht gerade reich an Intelligenz ist. Ist halt was anderes als Parkbussen verteilen.
    DAS sind Polizisten!

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