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Kolumne: Hoffen auf die Ermittler

Parzival Meister

(Parzival Meister) – Man könnte meinen wir seien abgestumpft. So jedenfalls habe ich gehört: Die Gesellschaft ist mit zu vielen Verbrechen in den Medien konfrontiert, sodass sie nicht mehr erkennt, wie schlimm die Verbrechen eigentlich sind. Oder: Jugendliche sind nur noch mit Killer-Games beschäftigt und verlieren den Bezug zur Realität.
Doch nun hat uns die Realität eingeholt. Der grausame Dreifach-Mord in Grenchen erschüttert hier alle. Oder wie ist es Ihnen ergangen, als die gehört haben, dass gefesselte Leichen mit Säcken über den Köpfen gefunden wurden? Ich jedenfalls war geschockt. Die Familie war mir nicht bekannt. Ich habe nur die Tochter ein paar Mal das Treppenhaus wischen sehen, im ehemaligen Wohnblock eines Kollegen. Doch wenn ich mir vorstellen muss, dass diese leicht behinderte junge Frau wegen irgendwas so hingerichtet wurde, werde ich traurig und wütend zugleich.

Ich kenne niemanden, der auf diesen Fall mit Gleichgültigkeit reagiert hat. Eben, man hat in den Medien schon von solchen Fällen gehört oder eine solche Szene in einem Mafia-Film gesehen: Aber dass eine so grausame Tat in Grenchen verübt wird, das schockt hier alle.

Am besten sehe ich das bei meiner Freundin: Normalerweise fragt sie mich vor dem zu Bett gehen, ob ich die Türe geschlossen habe. Und vielleicht fragt sie einmal nach, ob ich sicher sei. Seit Samstag vergewissert sie sich aber bereit ab 19 Uhr, ob die Türe auch wirklich zu sei.

Gut, nicht jeder geht mit der Situation gleich um. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine gewisse Angst umgeht. Schliesslich läuft ein brutaler Killer noch immer frei herum. Die Hoffnung ruht also ganz auf der Polizei. Der Mörder wird hoffentlich schnell gefasst. Die Polizei würde mit dem Fang nämlich nicht nur einen Killer seiner gerechten Strafe überführen, sondern eine ganze Region wieder ruhiger schlafen lassen und mit Antworten könnten wilden Spekulationen ein Ende gesetzt werden.

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4 Kommentare zu Artikel “Kolumne: Hoffen auf die Ermittler”

  1. Anwohnerin sagt:

    Ich glaube kaum dass die Leute abgestumpft sind.Niemand kann diese Tat verstehen doch Tatsache ist dass unser Leben weitergeht!Und dass die Leute nicht mehr mit den Medien sprechen wollen hat folgenden Grund. 3 Tage lang wurden die Leute von Reportern telefonisch oder an der Haustüre belästigt.Einer hat sich sogar als Polizist ausgegeben damit man ihn ins Haus lässt!Irgendwann ist genug! und jeder verarbeitet dieses Geschehen anders!

  2. rollvi sagt:

    Hallo Parzival…

    Welchen Glauben (Ich-Gedanken) all willst du Angst einhämmern?

    Wer projiziert und interpretiert solche Gedanken von Angst und Hoffnung?
    Der Parzival-Verstand nicht wahr, obwohl er nur eine Ansammlung von Gedanken im Bewusstsein ist.

    Wer bin Ich? Der Ich-Verstandsgedanke mit seinen vielen Gedanken und Geschichten… wohl kaum, oder?

    Beispiel: Ich sehe einen Tisch (Gedanke). Wer sieht und nimmt den Tisch wahr?
    Ich… aber wer ist Ich?

    Parzival der am Tisch sitzt ist ja auch wahrnehmbar durch Ich… ;-)

    Umgekehrt kann etwas Wahrnehmbares wie Tisch (Gedankenvorstellung) oder Parzival (Gedankenobjekt) das Ich wahrnehmen, das was wahr-nimmt, erkennt und gewahr ist… wohl kaum, oder?

    Die Advaita-Philosophie (Das EINE ohne das Zweite) sagt, dass es nur ein Seinsprinzip gibt: das absolute oder göttliche Sein. Nach dieser Lehre ist die Welt, wie wir sie sehen, eine Illusion. Erkenne man sie aber als das absolute Sein, so sei sie real.

    Nun: “Wer bin ich?” ist die entscheidende Frage, die sich jeder Mensch stellen sollte, und zwar immer wieder. Wer konsequent den Weg der Selbsterforschung (Self-Inquiry) geht, erkennt früher oder später, dass das mit dem eigenen Körper identifizierte “Kleine Ich“ eine Illusion ist. Hinter dem Ego-Selbst (Ich-Gedanke) zeige sich dann das wirkliche Selbst im Herzen.

    So jetzt wisst ihr ja wo ihr MICH finden könnt… :-)

  3. stuph sagt:

    hallo rolvi

    Ich frage mich jedesmal, wenn ich einen Kommentar von dir lese, was du eigentlich sagen willst.. philosophie hin oder her- aber ein paar so abgedroschene theorien zur Philosophie, welche von dir zu lesen sind, machen noch keinen grossen philosophen.. und da es dir anscheinend nicht gelungen ist, was schlaues aus der Kolumne zu deuten und zu verstehen, steht nun hier der Tisch als beispiel (ehm für was? wohl als lückenfüller, da du wohl sonst nichts anderes gefunden hast).. toll!

  4. rollvi sagt:

    Okay, und dann… wenn der Killer gefasst ist und seine gerechte Strafe erhält und alles aufgeklärt ist, was können wir aus dieser vergangenen Geschichte lernen?
    Dass scheinbar ein oder mehrere “Opfer“ zu “Killermaschinen“ wurden (indirekt oder direkt…) und die “Täter“ zu “Opfer“ wurden?

    Hätte man vielleicht das ganze Dilemma verhindern können… aber wie hätte man es verhindern können und vor allem was können wir daraus mitnehmen und lernen, dass sich solche grauenhafte Taten nicht mehr wiederholen?

    Nur noch SVP wählen? Strengere Richter, Gesetze und Strafen? Einführung der Todesstrafe? Mehr und bessere Ausbildung der Polizei? Spezialeinheiten gegen Killer? Generell mehr Sicherheiten, Kontrollen und Überwachung? Obligatorium, dass alle Häuser und Liegenschaften mit Alarmanlagen und Kameraanlagen ausgerüstet werden müssen? Allen Menschen (wie bei den Kampfhunden) einen Datenchip einpflanzen mit Empfang über einen Satelliten damit er 24 Stunden im Tag überwacht werden kann?

    Gibt es überhaupt eine totale Sicherheit? Und wenn wo wäre diese Sicherheit?

    Nochmals zum Tisch… was ist ein Tisch in der Essenz?
    Wenn ich zu dir sage: Schau dort dieser Tisch, das bist auch Du, was würdest du dann sagen? Mensch, der hat wirklich einen Vogel, oder?
    Das ist ja auch der Grund warum man zu einem Tisch… (Welt und Person) in der “Advaita Philosophie“ Maya sagt… das was nicht wirklich ist… ;-)

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