(Paul-Georg Meister) – Er kann es kaum fassen. C. A.* versteht die Welt nicht mehr. Der Mann, der sein Leben ruiniert hat, ist wieder auf freiem Fuss. Die Staatsanwaltschaft hat den mutmasslichen Betrüger – ein ehemaliger Mitarbeiter der UBS in Grenchen – freigelassen (wir berichteten). Laut Staatsanwaltschaft bestehe keine Verdunkelungs- und keine Fluchtgefahr mehr. Der betrogene Italiener ist ausser sich.
C. A.* ist aufgebracht, nein er ist ausser sich und versteht die Welt nicht mehr. Von einem Bekannten hat er gehört, dass der junge Italiener, der im vergangenen Jahr vor allem Landsleute massiv betrogen hat, wieder auf freiem Fuss ist. “Ich habe ihn zum Glück noch nicht gesehen”, meint er im Gespräch mit www.grenchen.net, “zum Glück für ihn…” – plötzlich verstummt er.
Angesichts der Ereignisse der letzten Tage in Grenchen ist wohl auch er erschrocken über seine Äusserungen. “Schreiben Sie das nicht alles auf, was ich gesagt habe”, bittet er, aber in Italien würde ein solches Problem anders gelöst. Und auch hier schweigt er sich aus, will keine weiteren Erläuterungen abgeben.
C.A. hat www.grenchen.net seine Geschichte bereits im Januar erzählt. Damals wollte er allerdings nicht, dass man Einzelheiten veröffentlicht. Das will er auch heute nicht. Schreiben Sie nur, dass er mich und meine Familie ruiniert hat. Ich habe ihm einen grossen Teil meiner Pensionskasse gegeben. Nun habe ich nichts mehr im Alter.
Auf den Einwand, er hätte sich aber denken können, dass an der ganzen Geschichte etwas faul sein müsse. Niemand könne einen Franken mit einem Euro vergüten, reagiert er wütend. “Der Mann arbeitete bei der UBS. Ich habe gemeint, die Bank stehe dahinter und das Geschäft sei ein richtiges Bankgeschäft.” Er habe damals der UBS vertraut, das sei doch ein seriöser Name gewesen, meint er weiter, “damals haben wir das alles noch nicht gewusst, was wir heute wissen.”
Wie C.A. reagieren in Grenchen viele Italiener. Sie sind enttäuscht von der Schweizer Justiz, von den Banken und von der Staatsanwaltschaft, welche den mutmasslichen Betrüger wieder freigelassen hat. Sie verstehen die Schweizer Gesetze nicht. Für sie gilt nicht die Frage ob Flucht- oder Verdunkelungsgefahr bestehe. Für sie gilt nur der Schaden.
“In Italien hat man früher solche Gangster, die sogar ihren eigenen Vater betrügen, zu Tode geprügelt oder gehängt”, sagt ein weiterer Italiener, der unser Gespräch (zufällig ?) mitgehört hat. Die Frage, ob er glaube, dass man dies auch heute noch so halten sollte, will er nicht verstanden haben. Sein Deutsch sei nicht so gut, erklärt sein Kollege. Ihre Augen aber sprechen eine andere Sprache…
*Name der Redaktion bekannt
Was bisher veröffentlicht wurde
Der “UBS-Betrüger” ist wieder frei
Viele Italiener geschädigt
Ehemaliger UBS-Mitarbeiter verhaftet
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Tags: betrug, betrüger, grenchen.net, italien, italiener, schneeballsystem, ubs









Aus Schaden wird man klug! Man muss weit laufen, um noch dümmere Leute zu finden, wie grad in der Gegend …
“in Italien würde ein solches Problem anders gelöst werden”
“In Italien hat man früher solche Gangster, die sogar ihren eigenen Vater betrügen, zu Tode geprügelt oder gehängt”
Was für Ignoranten werden hier eigentlich interviewt? Betrogen hin oder her, Italien hat NICHTS mit euer Geldgier zu tun.
Wer gibt schon seine Pensionskasse dafür her ohne sich gründlich zu informieren? Lasst Italien und eure “Mafia”-Gedanken aus dem Spiel. Italien ist nicht = Mafia.
tja, da kann man wohl nur sein beileid ausdrücken. Wurden doch einige einfach betrogen, obwohl sie glaubten, die UBS stehe dahinter. Ich kann das natürlich verstehen, denn wer weiss schon, dass der Autobahnrastplatz Pieterlen bspw. keine offizielle UBS-Niederlassung ist? Und wer weiss schon, dass man doch normalerweise ab und zu einen UBS-Kontoauszug kriegt, wenn man sein Geld normal anlegt?
hmmm, eigentlich jedes Kind weiss es! aber solche die von naiv hohen Renditeerwartungen geblendet werden, können solche Dinge sehr gut verdrängen.
es steckt eben nebst dem blinden Vertrauen auch eine gewisse Überheblichkeit hinter solchen Vorfällen. Der Durchschnittsbürger kriegt seine mikrigen 1,5% (wenn gut geht), dem Möchtegernschlauen wird das Mehrfache versprochen..
Frage mich was für Ignorante da interviewt worden sind. Ich nehme an es sind die paar “Trottel/Idioti” die den ganzen Tag zwischen Fust und Interdiscount auf der Bank sitzen. “Ich dachte die UBS steht dahinter” wie naiv und dumm (anders kann man es gar nicht definieren) muss man sein, einem die Pensionskasse anzuvertrauen und das irgendwo auf einem Parkplatz oder bei einm “caffe” zu Hause. Die möchtegern Mafia Sprüche zeugen vom IQ dieser Männer kein Wunder konnte der UBS-Betrüger denen so viel Geld abknöpfen.
Typ :
In England gibt es übrigens grosse Steuervorteile wenn man über das Pensionsalter hinaus arbeitet.
Geehrter “rote Max”
Ich ärgere mich GRÜN und GELB über Ihre Äusserungen!
Wer sind Sie um diese Menschen derart zu beleidigen?
Kennen sie deren Geschichten?
Ich schäme mich für Ihre Äusserungen!
Sie sind einem Land wie der Schweiz nicht würdig!
Diese Menschen, welche Ihr Zitat: “zwischen Fust und Interdiscout auf der Bank sitzen” sind 40 Jahre und mehr jeden Tag seriös einer Arbeit nachgegangen.
Wer sind Sie um diese Menschen als Ignoranten hinzustellen?
Honi soit qui mal y pense????!!!!!!
Lara Näf