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Mord in Grenchen: Waren zeitweise bis zu 200′000 Franken Bargeld in der Wohnung?

Themenbild: Paul-Georg Meister

(Paul-Georg Meister) – Mussten in Grenchen drei Menschen sterben, weil sie im Dunstkreis eines illegalen Glücksspiels standen? Allem Anschein nach betrieb die ermordete Margrit Dubey ein solches System. Sie soll zeitweise bis zu 200′000 Franken Bargeld in ihrer Wohnung aufbewahrt haben.
Der Verdacht auf Illegales Glücksspiel verhärtet sich immer mehr. Wie Recherchen von www.grenchen.net ergaben, soll die ermordete Margrit Dubey einen illegalen “Geschenkkreis” betrieben haben, der anscheinend nach dem Schneeballsystem funktionierte. Neben einigen, teils recht gut betuchten Schweizern sollen sich auch viele italienische Staatsangehörige an diesen Systemen beteiligt haben.

Der Einsatz habe jeweils mindestens 15′000 Franken betragen, berichtet ein Insider gegenüber www.grenchen.net. Versprochen wurden Renditen in sechsstelliger Höhe. „Bei den ersten hat das auch geklappt, die haben so richtig abgesahnt“, weiss der Insider weiter, „doch in letzter Zeit habe Margrit Dubey immer neuen sogenannte „Investoren“ gesucht. Allem Anschein nach sei die „Geldmaschinerie“ nicht mehr so gut gelaufen.

Bekannt war in Grenchen allem Anschein nach auch, dass die Familie Dubey keine finanziellen Sorgen plage. Obwohl der Mann – ein einfacher Arbeiter in der Uhrenindustrie – eigentlich nicht so viel verdienen konnte, lebte die Familie nach Aussagen verschiedener Bekannter in Saus und Braus. Geld habe nie eine Rolle gespielt, es sei von der Familie mit beiden Händen ausgegeben worden. Der treibende Motor der ganzen Geschichte sei auf jeden Fall die Frau gewesen, wollen Insider wissen, der Mann sei ein “lieber Tscholi” gewesen, der sich eigentlich immer mehr im Hintergrund gehalten habe.

Bis zu 200′000 Franken bar in der Wohnung?

Insider wollen zudem wissen, Margrit Dubey habe jeweils bis zu 200′000 Franken in bar in ihrer Wohnung aufbewahrt. Geld welches an den Treffen des Schenk-Kreises zirkuliert sei. Mussten die drei Menschen sterben, weil jemand diese Geld wollte? Wie die Polizei mitteilt, deuten die vorgefundenen Spuren darauf, dass die Wohnung von der Täterschaft akribisch durchsucht wurde. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Täter von diesem Geld gewusst und nach diesem gesucht haben.

Möglich wäre auch ein Racheakt eines Geschädigten, wie andere vermuten. Denn Geschädigte soll es in Grenchen und Umgebung einige geben. Dagegen spricht allerdings das Vorgehen, welches nach Aussagen eines Insiders doch eher auf Profis, denn auf Geschädigte aus dem Bekanntenkreis hindeutet. Verschiedene Personen wollen zudem zur fraglichen Zeit ein Auto mit Zürcher Kennzeichen vor dem besagten Haus gesehen haben.

Dies alles sind zum jetzigen Zeitpunkt aber Spekulationen, die in Grenchen herumgeboten werden. Doch einige Indizien, welche von der Polizei bisher bekannt gegeben wurden, stützen die Aussagen der „Zeugen“, die jeweils ihre Namen lieber nicht in den Medien sehen möchten. Sei es, weil sie sich selber an diesen Glücksspielen beteiligt, oder weil sie Angst vor einem möglichen weiteren Racheakt haben.

Der oder die Täter jedenfalls sind noch immer auf freiem Fuss.

Die bisherigen Erkenntnisse der Polizei

Hinweise auf illegales Glücksspiel

Zeugenaufruf:

Die Untersuchungsbehörden sind an folgenden Informationen interessiert: Angaben über das Umfeld und die Freizeitaktivitäten der Opfer und ob im Zeitraum vom Freitag 5. Juni, 17 Uhr und Samstag 6. Juni 11 Uhr im Raum Kirchstrasse in Grenchen verdächtige Feststellungen gemacht worden sind, wie z.B. fremde Fahrzeuge, unbekannte Personen oder andere Feststellungen, welche einen Zusammenhang zur Tat haben könnten.

Sachdienliche Hinweise sind erbeten an die Kantonspolizei Solothurn, Telefon 032 627 72 72.

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