(mgt) – Der Solothurner Nachtschatten-Verlag bringt rund zwei Jahre nach Erscheinen des Buches „Naturdrogen und ihr Gebrauch“ ein Folgewerk heraus: „Naturdrogen und ihre Rechtsgrundlagen“ stammt ebenso wie das erste Buch aus der Feder des deutschen Autors Alexander Ochse und beleuchtet die rechtlichen Aspekte, vor allem die in Deutschland.
In seinem Buch geht Ochse nicht nur der aktuellen rechtlichen Situation auf den Grund, sondern zeigt auch auf, wie sich das Verhältnis vom Staat gegenüber den Drogen bzw. ihrem Gebrauch im Verlauf der Geschichte entwickelte. Vom ersten internationalen Opiumabkommen 1912 über das deutsche Opiumgesetz von 1920 bis zu Bestimmungen aus der Zeit des Dritten Reiches.
Ochse zeigt mit Blick auf das heute geltende Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln, die Rechtsgrundlage in Deutschland, auf, wie es für die meisten Naturdrogen regulative Bestimmungen und Strafrahmen bei Vergehen festlegt: Das geltende Abstinenzparadigma versuche der Staat mithilfe des härtesten ihm zur Verfügung stehenden Mittels, des Strafrechts, durchzusetzen.
Ochse gelangt in seinem Buch zur Überzeugung, dass ein Kurswechsel in der deutschen, aber auch in der internationalen Drogenpolitik notwendig ist. Er zeigt Möglichkeiten auf, die in eine neue Richtung weisen: Von der Straffreiheit im Umgang mit Rauschmitteln, das der Umgang im Strafrecht nicht mehr berücksichtigt werden müsste oder dem aktuell meistdiskutierten Modell, der Legalisierung. In welche Richtung eine Änderung der Rechtspraxis gehen kann, lässt Ochse angesichts der komplexen Zusammenhänge weitgehend offen. Ob es sinnvolle Alternativen zur pönalisierenden Drogenpolitik gibt, erforscht der Autor zurzeit im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Kassel.
Der Autor: Alexander Ochse, geboren im Februar 1974, absolvierte den Diplomstudiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik an der Universität Kassel mit dem Schwerpunkt Drogenforschung. Seit Mitte der 1990er Jahre unternahm er einige mehrmonatige Studienaufenthalte in Asien. Er ist seit vielen Jahren an der Organisation von kulturellen Veranstaltungen – auch im Bereich der Sekundärprävention – beteiligt. Heute arbeitet er in einer Fachklinik für rauschmittelabhängige Jugendliche und Erwachsene und ist Doktorand an der Universität Kassel.
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