(Paul-Georg Meister) – Der Grenchner Gemeinderat setzt sich auch in den kommenden vier Jahren aus sechs SP-, vier FdP-, drei SVP- und zwei CVP-Vertreter/innen zusammen. Sozialdemokraten und SVP konnten ihren Stimmenanteil ausbauen, die FdP verliert rund fünf Prozent.
Alle Resultate auf einen Blick
Auch wenn bei der Sitzverteilung alles beim alten blieb, zu den Gewinnern der Grenchner Gemeinderatswahlen 2009 gehören die Sozialdemokraten und die SVP. Die SP konnte ihren Stimmenanteil um einen Prozentpunkt von 36.4 auf neu 37.4 Prozent steigern. Damit ist und bleibt die SP nach wie vor die stärkste politische Kraft in Grenchen.
Steigern konnte sich auch die SVP: Sie erreichte einen Stimmenanteil von 22.4 Prozent und liegt damit auf Platz drei, rund zwei Prozentpunkte hinter der FdP. Vorbei sind also auch in Grenchen die grossen Stimmengewinne der SVP.
Einen herben Verlust hinnehmen musste die FdP. Verglichen mit den letzten Jahren büsste sie einen Wähleranteil von rund fünf Prozent ein. Auf die Sitzverteilung hatte dies aber keinen Einfluss. Die FdP ist weiter mit insgesamt vier Sitzen vertreten. Mit einem Anteil von rund 24,6 Prouzent der Stimmen ist die FdP in Grenchen zudem nach wie vor die zweitstärkste politische Kraft.
Fast alle sind zufrieden
In einer ersten Stellungnahme zeigten sich die Parteipräsidenten mit den erzielten Resultaten zufrieden. Thomas Furrer (SP): „Wir sind hoch erfreut, dass wir unseren Wähleranteil steigern konnten und die zwei Kandidaten mit den absoluten Top-Stimmen stellen“. Für Furrer habe sich die klare Politik der SP der letzten Jahre ausbezahlt und nun zu einer breiten Basis geführt.
Zufrieden zeigte sich auch Beatrice Corti (CVP): „Das Resultat deckt unsere Erwartungen und zeigt, dass wir eine klare und nachvollziehbare Politik machen“, ist sie überzeugt.
Etwas enttäuscht war Macel Boder (SVP): „Wir haben unsere Ziele ganz klar nicht erreicht“, zog er Fazit, „immerhin konnten wir eine weitere Zunahme des Wähleranteils verbuchen.“
„Wir haben unsere vier Sitze halten können“, zog Alexander Kohli, Präsident der FdP Grenchen, eine erste Bilanz. „Auch wenn wir einen Verlust beim Wähleranteil hinnehmen müssen“, meinte er weiter, „so ist dies doch auch ein Erfolg für uns, weil es gelungen ist, die FdP-Sitze zu verteidigen.“ Die FdP habe mit ihrer Politik vor allem auf konkrete Inhalte gesetzt und Lösungen angeboten, unterstrich er, „und ich bin sicher, dass dies der richtig ist. Wir werden diesen Weg weiter so beschreiten.“
Erfreulich war diesmal die Stimmbeteiligung in Grenchen: Sie betrug insgesamt 37,7 Prozent.
Gewählt wurden:
SP: Boris Banga, 2198 Stimmen, Urs Wirth, 1785, Alex Kaufmann, 1395, Clivia Wullimann, 1282, Daniel Trummer, 1169, Remo Bill, 1083 (neu)
CVP: Thomas Marti-Respond, 614, Andreas Kummer, 607 (neu)
SVP: Heinz Müller, 1740, Ivo von Büren, 1497. Marc Willemin, 1418 (neu)
FdP: Hubert Bläsi, 1498, Aldo Bigolin, 1369, Renato Müller, 948 (neu), Reto Mosimann, 900 (neu)
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