(bgu) – Der Busbetrieb Grenchen und Umgebung wehrt sich gegen die Vorwürfe die der Bettlacher Gemeinderat Leonz Walker in einem Zeitungsinserat gegen BGU erhoben hat. Die Buslinien 5 und 10, mit welchen die Gemeinde Bettlach bedient werden, gehören zu den frequenzstärksten Linien des BGU-Netzes.Mit einem Zeitungsinserat kritisiert Leonz Walker den Busbetrieb Grenchen und Umgebung. Es soll kein weiteres Geld für „leere Busfahrten“ gezahlt werden, schreibt Walker und fordert eine Bedarfserhebung.
„Walker nimmt es mit der Wahrheit in diesem Inserat nicht genau“, erklärt Hansrudolf Zumstein, Geschäftsführer des BGU. Er ist der Meinung, dass Leonz Walker als Gemeinderat eigentlich besser orientiert sein müsste. „Wenn er die Unterlagen gelesen hätte, die ihm zur Verfügung stehen und die ihm an einer Aussprache am 4. Mai 2009 erläutert wurden, müsste er eigentlich zu einem andern Resultat kommen“.
Dem bereits veröffentlichten Geschäftsbericht BGU 2008 ist zu entnehmen, dass die beiden „Bettlacher-Linien“, die Linien 5 und 10, zu den am meisten genutzten Strecken gehören: Die Busse der Linie 5 werden durchschnittlich von 20 Personen genutzt. Sie ist damit die am besten ausgelastete Strecke des BGU-Netzes. Durchschnittlich 15 Personen werden jeweils auf der Linie 10 (Bahnhof Bettlach) gezählt. Oder in absoluten Zahlen: Die Linie 5 wird pro Jahr von 252′211 Personen genutzt, die Linie 10 von 176′250.
„Die Vorwürfe, die im Inserat gegen BGU erhoben werden, entbehren damit jeglicher Grundlage“, ist Hansrudolf Zumstein überzeugt. Vor allem die Forderung nach einer Bedarfserhebung ist für ihn nicht verständlich: „Die von uns erhobenen Zahlen zeigen, dass ein Bedarf eindeutig vorhanden ist.“
Warum also ein solches Inserat? Hansrudolf Zumstein ist überzeugt, dass Leonz Walker mit unhaltbaren Vorwürfen versucht, im Vorfeld der Gemeinderatswahlen auf seine Person aufmerksam zu machen.
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Ich finde es lobenswert das endlich jemand das Problemkind BGU beim Namen nennt und sich über die Kosten informiert und dagegen opositioniert. Ich finde sowiso, dass es an der Zeit ist, diesen Betrieb einmal gründlich zu durchleuchten und auch die Geschäftsführung von Herrn Zumstein und seinen Umgang mit dem Fahrpersonal zu überprüfen. Auch habe ich sehr mühe, dass wegen der BGU die ganze Stadt umgebaut, Vortritte geändert, Strassenverläufe geändert werden usw. Wenn ich auf der Strasse einen Bus durchfahren sehe ist dieser meistens leer oder mit zwei bis drei Personen besetzt. Es kann doch nicht sein das man ietzt noch den 15minuten Taktfahrplan einführt und noch mehr leere Busse in Grenchen die Strassen verstopfen, ein absoluter Fehlentscheid in meinen Augen. Es ist mir auch schleierhaft wie Herr Zumstein immer auf solche Personenzahlen kommt! Ich gratuliere Leonz Walker zu seinem Mut gegen den Monopolbetrieb BGU zweifel zu äussern.
Ivo von Büren
Gemeinderat Grenchen
Wer bezahlt ?
Die Kantonsfinanzen drohen aus Ruder zu laufen. Ausgerechnet jetzt, wird der öffentliche Verkehr massiv ausgebaut und die Gemeinden werden einmal mehr zur Kasse gebeten. Bruttokosten von einer Million Franken entstehen alleine für die Region Grenchen. Im Gemeinderat Bettlach stellte ich mich gegen diese Mehrausgaben und war damit erfolgreich. Nun wird dies in der Presse als unsolidarische Aktion angeprangert. Da frage ich mich was läuft da politisch falsch, dass alle anderen Gemeinden diese Kosten einfach so hinnehmen. Getraut sich niemand mehr, Entscheide des Kantons zu hinterfragen?
Leonz Walker
Gemeinderat SVP