(Willi Lindner) – Die berufsbegleitenden Studiengänge an der Höheren Fachschule für Technik des Kantons Solothurn (HFT-SO) im Berufsbildungszentrum Grenchen beginnen jeweils im April. Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage hat sich die Zahl der Anmeldungen auf dem Stand der Vorjahre stabilisiert.
Dem beruflichen Nachwuchs ist also sehr wohl bewusst, dass wirtschaftlichen Flauten mit zusätzlichem Einsatz in der Weiterbildung getrotzt werden muss. Einziger Wermutstropfen ist die rückläufige Zahl der Anmeldungen in Informatik.
Seit 25 Jahren bietet die HFT-SO berufsbegleitende Studiengänge zum diplomierten Techniker HF bzw. zur Technikerin HF an, die jeweils im April beginnen. Diese dreijährige, vom Bund anerkannte und geschützte Ausbildung ist so konzipiert, dass neben einer 50- bis 100-prozentigen Berufstätigkeit ca. 20 Stunden pro Woche für das Studium aufzuwenden sind. Diese Ausbildung bietet ambitionierten Berufstätigen, auch ohne Berufsmatur, die grosse Chance, anspruchsvolle Tätigkeiten auszuüben. Charakteristisch dabei ist, dass parallel zur Ausbildung, die persönlichen und beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten mitwachsen. Gegen tausend erfolgreiche Absolventen der HFT-SO haben sich bisher dieser Herausforderung gestellt, haben sie bewältigt und sind daran gewachsen. Viele Unternehmen unterstützen die Studierenden der HFT-SO grosszügig bei der Erreichung des HF-Diploms, weil sie wissen, dass diese während und nach dem Studium „ganze Arbeit“ leisten.
Neben den jeweils im April beginnenden sechs berufsbegleitenden Studiengängen, bietet die HFT-SO ab Oktober 2009 auch wieder ein zweijähriges Vollzeit-Studium in Informatik an. Dieses Angebot soll vor allem Lehrabgängern, die nach der Berufslehre keine geeignete Stelle finden, ermöglichen, die Zeit bis zum nächsten Aufschwung mit einer sinnvollen, zukunftsgerichteten Ausbildung zu überbrücken. Der HF-Abschluss eröffnet in vielen Betätigungsfeldern der Informatik beste Berufsaussichten für hochqualifizierte Spezialisten.
Die Eintritte in das berufsbegleitende Studium im April 2009 liegen im Rahmen der letzten Jahre. Dabei haben sich die Gewichte aber verschoben. War früher die Informatik der Renner, sind heute die Interessenten aus der Produktionstechnik in der Mehrzahl. Dies erstaunt nur auf den ersten Blick, widerspiegelt diese Tendenz doch den Wandel der Wirtschaft in der gesamten Region. Die Unternehmen sind wieder vermehrt auf Produktion ausgerichtet. Grosse Firmen mit den von der HFT-SO angebotenen Tätigkeitsgebieten der Informatik, nämlich Automation, Telematik und Softwareentwicklung, wurden restrukturiert, Arbeitsplätze gingen dabei verloren. Trotzdem muss davon ausgegangen werden, dass bei der zu erwartenden Erholung der Wirtschaft, der Bedarf an praxis- und leistungsorientierten Informatiker, wie die HFT-SO sie ausbildet, rasant steigen wird. Die HFT-SO will dennoch auch die Ausbildungsgänge in der Produktionstechnik, vor allem die relativ junge, aber stark wachsende Mikrotechnik, weiterentwickeln und entsprechend fördern.
Zusatzinformationen
Die Höhere Fachschule für Technik des Kantons Solothurn führt in Grenchen Studiengänge in Automation, Softwareentwicklung, Telematik, Produktion und Logistik, Mikrotechnik sowie Uhrentechnik. Neben den HF-Ausbildungsgängen umfasst das Angebot auch die Vorbereitung zu höheren Fachprüfungen und Nachdiplomstudiengänge. Normalerweise wird im BBZ Grenchen unterrichtet, es werden aber auch Fernstudien angeboten. Detaillierte Informationen finden sich unter www.hft-so.ch.
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