(Paul-Georg Meister) – Die SWG lud zum „Themenabend Energie“ an der mia in Grenchen ein. Im Zentrum des Abends stand die Energieeffizienz. Anhand von konkreten Beispielen zeigt Aeneas Wanner Einsparungsmöglichkeiten auf.
Der grösste Teil der Energie verpufft ungenutzt, ist Aeneas Wanner, Geschäftsleiter der Stiftung Energie Zukunft Schweiz, überzeugt. Und dies, obwohl heute bereits viele Technologien vorhanden sind, dank denen man massiv Energie sparen kann. Bei einem Auto beispielsweise kann bis zu 60 % eingespart werden, beim Wohnen gar zwischen 60 bis 90 %, bei einem Kühlschrank 60 % und bei Glühbirnen sogar bis zu 80 Prozent.
In seinem Vortrag zeigte er anhand konkreter Beispiele, wie sich diese Energie effizienter nutzen lässt. Während mit den damals vorhandenen Technologien bei einem Gebäude im Jahr 1975 noch mit 22 Liter Heizöl pro Quadratmeter rechnete, ist dieser Wert dank der neusten Technologien heute auf 4,3 Liter.
Wanner zeigte aber auch auf, dass eine optimale Nutzung der vorhandenen Energie geplant werden muss. „Einzelmassnahmen sind zwar besser als gar nichts“, meinte er, „aber besser ist ein Gesamtkonzept, in welchem die einzelnen Schritte aufeinander abgestimmt sind.“
Beim vielen Häusern beispielsweise verpufft ein Grossteil der Energie ungenutzt über das Dach oder die Aussenwände. Es ist deshalb, so unterstrich Wanner, nicht sinnvoll, viel Geld in ein modernes Heizsystem zu investieren. Vielmehr sollte in einem solchen Fall zuerst die Wärmedämmung des Hauses verbessert werden. erst dann sei es sinnvoll, weitere Schritte, wie etwa ein neues Heizsystem, ins Auge zu fassen.
In den meisten Fällen, so sagte Wanner weiter, könne schon viel erreicht werden, wenn der Dachboden und die Kellerdecke isoliert werden. Und auch der Einsatz von entsprechenden Minergie-Fenstern bringe viel.
Natürlich stellte Wanner auch klimafreundliche und energieeffiziente Heizsysteme vor. So unter anderem die Wärmepumpe Erde oder Luft, die thermische Solaranlage und die Holzpellet- und die Gas-Heizung. Diese Systeme, so Wanner, sind in der Anschaffung zwar teurer, dies zahle sich aber dank der längeren Lebensdauer und durch die Klimafreundlichkeit wieder aus.
Wichtig in diesem Zusammenhang war auch die Finanzierung. Anhand von Beispielen rechnete Wanner vor, wie viel in ein solches System investiert werden muss, zeigte aber gleichzeitig auch auf, mit welchen staatlichen Unterstützungen man rechnen kann und wie hoch die steuerlichen Einsparungen sein werden.
Dass ein grosses Interesse an einer möglichst effizienten Nutzung der Energie besteht, zeigte sich auch an den Fragen aus dem Publikum. Schon bald aber wurde klar: Eine Analyse braucht aber viel Fachwissen. Wanner plädierte deshalb dafür, die vorhandenen produkteneutralen Beratungsangebote zu nutzen.
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