(mgt./Sabine Waelti) - Die Finanzverwaltung der Stadt Grenchen hat das Ergebnis der Jahresrechnung 2008 der Stadt Grenchen präsentiert. Diese fällt besser aus als budgetiert. Statt des erwarteten Überschusses von 1.2 Millionen Franken kann die Stadt einen Überschuss von 8.2 Millionen Franken bekanntgeben.
Die Jahresrechnung der Stadt Grenchen 2008 falle erneut deutlich besser aus als budgetiert, heisst es vonseiten der Stadt: „ Anstelle eines budgetierten Überschusses von 1,2 Millionen Franken resultiert in der Laufenden Rechnung ein Überschuss von 8,2 Millionen Franken.“ Wesentlichste Ursache sei einmal mehr der bereits nach Vorliegen der Jahresrechnung 2007 absehbare höhere Steuerertrag.
Laufende Rechnung
Mit einem Ertragsüberschuss von 8,228 Mio. Franken fällt das Ergebnis der Laufenden Rechnung um 7,028 Mio. besser aus als budgetiert. Dabei fällt der Gesamtaufwand mit 96,610 Mio. Franken – trotz Nachtragskrediten von 4 Mio. – um 1,775 Mio. Franken oder 1,8 % tiefer aus als budgetiert. Zum ausgezeichneten Ergebnis haben aber hauptsächlich die um rund 5,4 Mio. Franken höheren Steuererträge beigetragen.
Investitionsrechnung
Bei Ausgaben von 8,417 Mio. und Einnahmen von 3,142 Mio. schliesst die Investitionsrech-nung mit Nettoausgaben von 5,275 Mio. Franken ab. Höhere Ausgaben von 0,533 Mio. und höhere Einnahmen von 0,462 Mio. Franken haben gegenüber dem Budget zu 0,071 Mio. Franken höheren Nettoinvestitionen geführt. Die aus allgemeinen Mitteln zu finanzierenden Nettoinvestitionen betragen dabei 4,180 Mio. (plus 0,176 Mio.) und diejenigen zu Lasten der Spezialfinanzierungen 1,095 Mio. Franken (minus 0,105 Mio.).
Finanzierungsergebnis
Aufgrund des deutlich besseren Ergebnisses der Laufenden Rechnung fällt der Brutto-Überschuss (Cash-flow) mit 12,538 Mio. ebenfalls um 7,258 Mio. Franken höher aus als budgetiert. Nach Abzug der Nettoinvestitionen resultiert ein Finanzierungsüberschuss von 7,263 Mio. Franken (Budget 0,076 Mio.). Um diesen Betrag nimmt das Nettovermögen auf 13,429 Mio. Franken zu. Das Nettovermögen pro Kopf beträgt damit per Ende 2008 Fr. 825.– (Vorjahr Fr. 383.–).
Selbstfinanzierungsgrad
Der Selbstfinanzierungsgrad der Nettoinvestitionen beträgt gesamthaft hervorragende 238 % und fällt gegenüber 101 % gemäss Voranschlag ebenfalls deutlich besser aus.
Verwendung des Überschusses
Die Finanzverwaltung beantragt den Überschuss vollumfänglich dem Eigenkapital zuzuweisen, welches zur Deckung künftiger Defizite zur Verfügung steht. Das Eigenkapital beträgt damit rund 33 Mio. Franken.
Steuern
Mit einem Steuerertrag von brutto 62,7 Mio. Franken wird der budgetierte Ertrag um 5,4 Mio. oder 9,4 % übertroffen. Völlig überraschend ist dies nicht, zeichnete sich doch bereits nach dem Rekordergebnis des Vorjahres ab, dass auch der Steuerertrag 2008 aller Voraussicht nach klar besser ausfallen wird als budgetiert. Überraschend ist vielmehr, dass nun rund 80 % des höheren Steuerertrages aus Nachträgen aus Vorjahren rühren und der erwartete Ertrag für das Steuerjahr 2008 alleine “lediglich” um 1,2 Mio. Franken höher ausfällt als budgetiert. Gegenüber dem Vorjahr fällt der ausgewiesene Bruttosteuerertrag 2008 damit gar um rund 2,8 Mio. Franken oder 4,2 % tiefer aus.
Bei den Natürlichen Personen fällt der Steuerertrag um 2,3 Mio. Franken oder 5,7 % höher aus als budgetiert. Im Vergleich zum Budget sind dabei rund 1,5 Mio. Franken auf höhere Steuererträge des Steuerjahres 2008 und rund 0,8 Mio. Franken auf Nachträge aus Vorjahren zurückzuführen. Augrund der Steuerausfälle im Zusammenhang mit der beschlossenen Teilrevision des kantonalen Steuergesetzes sowie der auf 2008 beschlossenen Steuerfussreduktion fällt der ausgewiesene Steuerertrag aber rund 1,7 Mio. Franken tiefer aus als im Vorjahr.
Bei den Juristischen Personen resultiert gegenüber dem Budget ein Mehrertrag von rund 3.1 Mio. Franken. Dieser ist aber vollumfänglich auf Nachträge aus Vorjahren zurückzuführen. Der Steuerertrag für das Steuerjahr 2008 alleine liegt wohl knapp im Rahmen des Budgets, fällt aber damit einiges tiefer aus, als nach dem Vorliegen des Abschlusses 2007 erwartet werden durfte. Die veränderte wirtschaftliche Situation hinterlässt somit bereits im Jahr 2008 ihre Spuren. Gesamthaft fällt der Steuerertrag der Juristischen Personen rund 1,1 Mio. Franken tiefer aus als in der Rechnung 2007.
Finanzlage hat sich nochmals verbesser
Dass der Überschuss besser ausfalle als budgetiert, sei hauptsächlich auf höhere Steuererträge sowohl bei den Natürlichen wie bei den Juristischen Personen zurückzuführen. „Beigetragen hat aber einmal mehr auch die gute Ausgabendisziplin, fallen doch die Nettoausgaben trotz relativ hoher Nachtragskredite in den meisten Bereichen tiefer aus als budgetiert“, betont man vonseiten der Stadt. Mit dem vorliegenden Abschluss habe sich die bereits gute Finanzlage der Stadt nochmals spürbar verbessert.
Deutlich weniger erfreulich würden sich aber derzeit die Zukunftsaussichten präsentieren. Das Ausmass und die Dauer der Finanzkrise seien heute kaum abschätzbar. „Zwangsläufig wird sich diese Entwicklung sehr rasch in Form von geringeren Steuererträgen und auch absehbar höheren Ausgaben (gesetzliche Sozialhilfe) negativ auf die Gemeindefinanzen auswirken“, heisst es vonseiten der Stadt.
Ähnliche Beiträge
Tags: besser, budget, gewinn, grenchen.net, jahrsrechnung, übreschuss








