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Benedikt Weibel: „Ohne Repression kann keine Sicherheit geschaffen werden“

Benedikt Weibel: “Dreck zieht Dreck an”. (Foto: Paul-Georg Meister)

(Paul-Georg Meister) – Sicherheit ist für die FdP Grenchen ein zentrales Thema. Nicht nur im Wahlkampf um die Gemeinderatssitze, sondern auch in der kommenden Legislaturperiode. Mit dieser Aussage eröffnete FdP-Präsident Alexander Kohli den „Themenabend Sicherheit“, zu dem die FdP ins Grenchner Parktheater eingeladen hatte.
Als Referent konnte der „SP-Mann“ Benedikt Weibel, ehemaliger CEO der SBB und Delegierter des Bundesrates für die Euro 08 verpflichtet werden. In beiden Funktionen war Weibel immer unmittelbar mit Sicherheitsfragen konfrontiert und konnte so auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückblicken.

Und Weibel nahm kein Blatt vor den Mund. „Dreck zieht Dreck an“, sagt er zum Beispiel und meinte damit, dass gerade in Sicherheitsfragen immer eine Dynamik bestehe, die es zu durchbrechen gelte. Dreck, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne, so Weibel, dürfe nicht toleriert werden. Immer wieder habe er bei seinen bisherigen Tätigkeiten eines festgestellt: „Ordnung und Sauberkeit schafft auch Sicherheit.“

Für Weibel ist es deshalb wichtig, dass entschieden bereits gegen Anfänge vorgegangen wird. „Sicherheit braucht einen Kopf, einen Namen, einen Verantwortlichen“, ist ein weiteres Credo aus Weibels langjähriger Erfahrung: „Für die Sicherheit muss eine Person verantwortlich sein, eine Person die man kennt und zu er man Vertrauen hat.“

Auch von einem andern, weit verbreiteten Irrtum habe er im Laufe der Jahre Abschied nehmen müssen, betonte SP-Mann Benedikt Weibel und brachte es auf den Punkt: „Sicherheit ist letztlich nur mit Repression zu erreichen“. Zwar sei sie kein Allheilmittel, aber Sicherheit könne nur erreicht werden, wenn klare Regeln geschaffen werden, und die Einhaltung dieser Regeln notfalls eben auch mit Repression durchgesetzt werde.

Interessant waren an diesem Abend auch die Ausführungen, wie diese Erkentnisse in einer Stadt wie Grenchen umgesetzt werden könne. Weibel unterstrich auch hier, dass die Sicherheit von einer Person, einem Kopf koordiniert werden müsse. Gerade in einer Kleinstadt – so Weibel – sei es wichtig, dass die geltenden Regeln durchgesetzt werden. Allerdings mache er immer wieder die Erfahrung, dass diese Bemühungen von Seiten der Justiz mit milden Urteilen untergraben werde.

In seinem Vortrag konnte Benedikt Weibel aus einem grossen Erfahrungsschatz schöpfen. Seine Geschichten und Erfahrungen rund um die Sicherheit bei den SBB und der Fussball-Europameisterschaften Euro 08 liessen den Abend wie im Flug vergehen.

In seinem Fazit zum Abend dankte FdP-Präsident Alexander Kohli dem Referenten für seine klaren Worte. Er sehe mit diesen Aussagen die Politik der FdP-Grenchen für die kommende Legislaturperiode bestätigt. Kohli sprach sich auch für eine Beibehaltung der Stadtpolizei und gegen die Schaffung einer Einheitspolizei aus. Seiner Ansicht nach sei es wichtig, dass die Polizisten in einer Stadt verankert und bekannt seien. So könne eine Sicherheit aufgebaut werden, die auch konsequentem Handeln, aber auch auf Orts- und Personenkenntnissen gründe.

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