(Sebastian Wendel) – Plötzlich ging es blitzschnell. Innerhalb von zehn Tagen konnten die Uhrencup-Macher drei der vier teilnehmenden Clubs bekannt geben, darunter der griechische Spitzenverein Panathinaikos Athen. Der Fan erfährt jeweils die endgültige Bekanntgabe einer Mannschaft, doch bis dahin ist es ein langer Weg.
Im November bestimmt das Uhrencup Head-OK die Rahmenbedingungen für die nächste Austragung, darunter die geplanten Spieldaten und den Budgetrahmen für die Teams. Mit diesen Informationen im Gepäck nimmt Frédéric Falbriard, Verantwortlicher für die Teams am Uhrencup, erste Kontakte zu den Wunschkandidaten auf, entweder über Agenten der Teams oder direkt.
In der Schweiz strebt man jeweils die Verpflichtung von Basel und YB an, im Ausland wird nach Teams mit grossem Kultcharakter und klingendem Namen gesucht, die innerhalb des finanziell Machbaren liegen. Eine zu nehmende Hürde ist der relativ frühe Zeitpunkt der Planungssicherheit, die der Uhrencup bezüglich der Gästeteams haben sollte. Zielsetzung ist es jeweils, bis Ende März möglichst viele Teams verpflichtet zu haben. Meist wissen die Mannschaften aber im Frühjahr noch nicht, ob und wie sie international spielen und die Teammanager plagen andere Sorgen als die Planung der neuen Saison.
Punkten kann der Uhrencup bei den Verhandlungen mit seinem europaweit sehr guten Ruf und der sportlichen Attraktivität der Gegner. Hinzu kommt, dass Trainingslager in der Schweiz bei ausländischen Trainern sehr beliebt sind, da sich die Mannschaften hier ungestört und bei optimalen Bedingungen auf die neue Saison vorbereiten können.
Pizza Margherita und Eis
Mit seinen im Beruf gewonnenen weiten Sprachkenntnissen und Verhandlungserfahrungen ist Frédéric Falbriard für den Uhrencup bei den Gesprächen sehr wertvoll. Falbriard empfängt Delegationen der Kandidaten in Grenchen, auf Wunsch der Mannschaften kümmert er sich um die Hotelsuche oder erledigt Sonderwünsche wie zum Beispiel Pizza Margherita für die Stars von Celtic Glasgow oder eine halbe Tonne Eis zur Regeneration nach dem Spiel für den FC Liverpool.
Zusammen mit seinen erfahrenen Kollegen ist Falbriard auch während des Turniers für das Wohl der Gäste zuständig. Sie sind während den Spielen erster Ansprechpartner der Teams und bemühen sich, bei diesen einen positiven und bleibenden Eindruck des Turniers zu hinterlassen. Reisen die Mannschaften mit zufriedenen Gesichtern ab, kann sich Frédéric Falbriard zurücklehnen und mit seinem Team auf einen gelungenen Uhrencup anstossen.
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