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Positive Entwicklung – Weniger Verkehrsunfälle im 2008

Themenbild: Polizei Kanton Solothurn

(Thomas Hirsbrunner) – Verkehrstechnisch scheint sich die Lage im Kanton Solothurn in eine positive Richtung zu entwickeln. Die von der Polizei Kanton Solothurn veröffentlichte Unfallstatistik 2008 weist nahezu in allen Bereichen erfreuliche Zahlen auf.
Im Jahre 2008 registrierte die Polizei Kanton Solothurn insgesamt 2‘004 Verkehrsunfälle. Das sind 113 Unfälle weniger als im Vorjahr, was im direkten Vergleich einer Abnahme von 5,3 Prozent entspricht. Sehr erfreulich ist auch die Tatsache, dass die Anzahl der tödlich verletzten Personen gegenüber dem Vorjahr von 13 auf acht Todesopfer gesunken ist. Verletzt wurden auf den kantonalen Strassen 1039 Personen, das sind 182 weniger als noch 2007. „Die Zahlen, welche aus unserer Unfallstatistik hervorgehen, entsprechen ziemlich genau den gesamtschweizerischen Tendenzen“, teilt Yves Staub, Chef Verkehrstechnik der Kantonspolizei mit.

Vergleicht man die Zahlen der letzten fünf Jahren, wird ersichtlich, dass man im vergangenen Jahr sogar am wenigsten Verletzte innerhalb dieser Zeitspanne zu beklagen hatte. Diese positive Tendenz lässt sich sogar noch über längere Zeit bestätigen: Obwohl heute 17,7 Prozent mehr Kontrollschilder zugelassen sind als noch vor zehn Jahren, haben die Unfälle nur um 13,1 Prozent zugenommen. Eine positive Bilanz präsentierte die Polizei auch in Sachen Alkohol am Steuer. 2008 gingen ihnen bei Alkoholkontrollen mit 673 Fällen deutlich weniger betrunkene Fahrer ins Netz als noch im Vorjahr. Damals waren es 751 Personen. Eine noch deutlicher Abnahme war bei den Lenkern unter Drogeneinfluss zu verzeichnen: Nachdem 2007 noch 95 Fahrer aus dem Verkehr gezogen wurden, waren es in letzten Jahr nur deren 68.

Mit 1381 Ereignissen wurden mit Abstand am meisten Unfälle auf innerorts gelegenen Strassenabschnitten produziert. Ausserorts registrierte die Polizei 339 Verkehrsunfälle, auf den im Kantonsraum liegenden Autobahnabschnitten waren es 284 Unfälle. Staub hält aber fest: „Es kann verallgemeinert werden, dass es auf den stark befahrenen Achsen auch zu den meisten Unfällen kam.“ Auf Haupt- und Nebenstrassen war die häufigste Unfallursache eine falsche Auslegung des Vortrittsrechtes, gefolgt von Unaufmerksamkeit und überhöhter Geschwindigkeit. Auf Autobahnen ist Unaufmerksamkeit sogar die am meisten registrierte Unfallursache. An zweiter Stelle liegt mangelndes Abstandhalten, gefolgt von geschwindigkeitsbedingten Umständen.

Am häufigsten in Verkehrsunfälle verwickelt sind wie bereits in vorhergehenden Jahren Männer zwischen 21 und 30 Jahren. „Diese Aussage ist jedoch nicht sehr repräsentativ“, wie Staub berichtigt. „Denn diese Personengruppe ist es auch, die am meisten im Auto unterwegs ist. Wodurch die Chance auf Verkehrsunfälle natürlich entsprechend höher liegt.“ Ein Hauptaugenmerk wurde bei der Statistikführung auch auf den Monat Juni gelegt, in dem die Fussball Europameisterschaft in der Schweiz ausgetragen wurde. Doch auch im Hinblick auf diesen Anlass brachte die Unfallstatistik erfreuliche Zahlen zum Vorschein. Obwohl sich immer wieder starke Verkehrsströme verzeichnen liessen, fielen die Ereignisse mit 164 Verkehrsunfällen verhältnismässig gering aus.

Trotz all dieser positiven Zahlen und Tendenzen wies die Unfallstatistik auch einen Negativfakt auf: Die Zahl der Unfälle, in die Kleinkinder bis sieben Jahren involviert waren, stieg im 2008 gegenüber dem Vorjahr um drei Vorfälle an.

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