(mgt) – Die Baukommission der Stiftung hat unter der Leitung des Grenchner Stadtbaumeisters Claude Barbey die Bauabrechnung erstellt und dem Stiftungsrat zur Genehmigung unterbreitet. Der mit Fr. 15’613’000.– veranschlagte Neubau und Umbau der Tagestätte konnte um Fr. 196′728.65 unterschritten werden.
Der Neubau des Wohnheimes Rodania und der Umbau der ehemaligen Uhrenfabrik zur Tagestätte an der Riedernstrasse 8 in Grenchen, kann insgesamt als eine Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Die sieben Wohngruppen mit insgesamt 42 Wohnheimplätzen, welche in den beiden neuen Wohngebäuden untergebracht sind, waren schon im Sommer 2006 für den Bezug bereit. Der Umbau und die Renovation der früheren Uhrenfabrik Rodania zu Tagestätten mit Verwaltungsteil wurden als zweite Etappe im Sommer 2007 vollendet, die Gesamtanlage durfte im Herbst 2007 festlich eingeweiht werden.
Wie eingangs erwähnt konnten nebst den Terminen auch die Baukosten vollumfänglich eingehalten werden. Nutzer und Bauherrschaft sind mit dem zweckmässig konzipierten Gebäude rundum zufrieden. Nach jahrelanger Suche eines idealen Standortes erwarb die Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen 2002 an der Riedernstrasse die geeignete Bauparzelle an zentraler Lage beim Bahnhof Grenchen Süd. Auch die erforderlichen Eigenmittel konnten parallel dazu gesichert werden, so dass 2003 die Projektierung endlich lanciert werden konnte.
Öffentlicher Architekturwettbewerb
Die finanzielle Unterstützung durch das Bundesamt für Sozialversicherung bedingte die Durchführung eines Architekturwettbewerbes. Die Stiftung entschloss sich freiwillig einen landesweiten öffentlichen, anonymen Wettbewerb gemäss SIA Bestimmungen auszuschreiben. Dieses Vorgehen zahlte sich aus, denn es ermöglichte der Bauherrschaft eine funktionale und wirtschaftlich optimierte Projektidee zu erlangen. Die Jurymitglieder setzen sich gemäss den Bedingungen für offene Architekturwettbewerbe mehrheitlich aus Architekten zusammen, als prominentes Jurymitglied konnte die Architektin Gret Löwensberg aus Zürich, Ehefrau von Bundesrat Moritz Leuenberger gewonnen werden. Der Wettbewerb stieß auf grosses Interesse, es wurden über 80 Projekte eingereicht, nach einer dreitägigen Jurierung erhielt das junge Architektenteam K2p-Architekten (Ch. Käser, P. Pauli und R. Eberhard) aus Biel den Zuschlag.
Das Vorliegen eines konkreten und überzeugenden Projektes erleichterte der Stiftung auch die noch offene Restfinanzierung abschliessend sicherzustellen. Die Bildung des erforderlichen Kapitals wurde durch verschiedenste Spenden so erfolgreich unterstützt, dass entgegen der ersten Absichten der Bau beider Wohnheime gleichzeitig ausgelöst werden konnte. Insgesamt konnten für den Neubau 2.4 Mio. SFr. Spendengelder eingesetzt werden. Nach einer knapp einjährigen Projektierungsphase wurde im Frühling 2005 mit dem Bau begonnen und die erste Etappe im Sommer 2006 fristgerecht fertig gestellt.
Das Behindertenwohnheim Rodania wurde auch landesweit als guter architektonischer Wurf gewürdigt und fand insbesondere im Zusammenhang mit der Wakkerpreisverleihung 2008 an Grenchen besondere Anerkennung.
Mehr Informationen: www.ssbg.ch
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