(Thomas Hirsbrunner) – Seit dem vergangenen August befindet sich das Kultur-Historische Museum Grenchen im Umbau. Die Arbeiten sind Ende Februar abgeschlossen, die Wiedereröffnung erfolgt am 16. Mai. Dabei wartet das Museum mit einem komplett neuen Erscheinungsbild auf.
Der Umbau des Kultur-Historischen Museums Grenchen bedeutete gleichzeitig auch einen Ausbau. Dieser umfasste insgesamt drei Teilprojekte: Einerseits wurde der Dachstock des Museumgebäudes in einen zusätzlichen Ausstellungsraum umfunktioniert. Andererseits ist das Museum neu mit einem Lift ausgestattet, der alle vier Stockwerke bedient und das Museum ab der Wiedereröffnung erstmals auch für gehbehinderte Menschen zugängig macht. Als drittes Teilprojekt konnte mit der Unterstützung des Lotteriefonds der Keller des Museums ausgebaut werden. Ebenfalls erhielt das Museum einen neuen Anstrich sowie eine neue Dachisolierung. Die designierte Museumsleiterin Angela Kummer zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten: „Wir danken der Baudirektion, aber auch allen Handwerkern für ihre professionelle Arbeit.“
Das Kultur-Historische Museum öffnet seine Türen am 16. Mai dieses Jahres wieder. Die Museumsleitung nutzte die Gelegenheit des Um- und Ausbaus, um pünktlich zu diesem Termin eine neue Gesamtausstellung präsentieren zu können. Dabei wird ein neues Konzept verfolgt. „Das Kultur-Historische Museum bleibt zwar ein Ortsmuseum, aber wir setzen neu einen Schwerpunkt“, wie Stiftungsratspräsident Alfred Fasnacht mitteilt.
Dieser wird auf das Thema „Industrialisierung“ gelegt. Die Ausstellung wird in sechs verschiedenen Themenkreisen die gesellschaftliche Entwicklung der Industrialisierung aufarbeiten und darstellen. Alfred Fasnacht verfolgt dabei ein klares Ziel: „Wir bauen ein Kompetenzzentrum für die Geschichte der Region und der Stadt auf.“ Dabei wird man den Besuchern vermehrt multimediale Mittel zur Verfügung stellen. Ebenfalls sollen ein Museumsshop, eine kleine Bibliothek sowie ein Café den Museumsbesuch verschönern.
Doch auch Sonderausstellungen werden nach der Wiedereröffnung des Kultur-Historischen Museums weiterhin ihren Platz haben. Diese werden neu aber in die Dauerausstellung integriert. Dies führt dazu, dass sich die Gesamtausstellung über grössere Zeitspannen betrachtet von selbst erneuert. Gleich mit der Wiedereröffnung startet das Museum mit der ersten Sonderausstellung.
Mit der Ausstellung „111 Jahre GVG“ will der Gewerbeverband Grenchen die Entwicklung der Stadt durch das Gewerbe in Erinnerung rufen sowie zukünftige Perspektiven aufzeigen. Museumsintern ist man von den Erneuerungen überzeugt und schaut der Wiedereröffnung mit Freuden entgegen. „Wir spielen mit dem neuen Museum in einer anderen Liga“, wie Alfred Fasnacht betont.
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