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BGU, Post und Wolke 7 – der Plausch war ein toller Fasnachtsauftakt

Zum ersten Mal dabei und gleich ein Hint: die Luna-Pöschtler. (Foto: pgm)

(Paul-Georg Meister) – Der traditionelle Grenchner „Plausch“ war ein in aller Hinsicht gelungener fasnächtlicher Auftakt. Mit viel Witz, Humor und kakophonischen Klängen wurde im Parktheater das recht zahlreiche Publikum am Samstag und Sonntag auf die kommende Fasnacht eingestimmt.

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Zum ersten Mal in seiner Karriere begrüsste der neue Obernarr Thomas Meister das Plauschpublikum mit einer ironisch, kritischen Rede. Mit zum Teil recht deftigen Seitenhieben gegen die unendliche Gier der Finanzwelt und den unvermeidlichen verbalen Klatschern gegen Solothurn – die übrigens mit ihrem Ober-Ober Rosario Bertoli und einer UNO-Delegation vertreten waren – wurde der Abend eröffnet. Den ersten Part übernahmen, nach einem kurzen Sketch von Patrick Gribi, die Tambouren und die „Schuelschwänzer“, die beide für einen fulminant musikalischen Auftakt sorgten. Beide Formationen zeigten, dass an der Grenchner Fasnacht aktiver Nachwuchs vorhanden ist.

Einen ersten Höhepunkt folgte mit der Schnitzelbankgruppe „Luna-Pöschtler“ (Daniel Wisard und Lukas Dobler) die als Briefträger das Geschehen in Grenchen auf witzig, humorvolle Art auf die Schippe nahmen. Sie ernteten begeisterten Applaus, genauso wie Patrick Gribi und Dominik Hirsch, die sich als Zivilschützer über die Einbahnregelung am Grenchenberg lustig machten. Einen neuen Touch brachten die Witijätter mit ihren Mundartliedern ins Programm, ein wunderbarer Übergang zu den Schnitzelbänken des seit Jahren beliebten Hilari-Schnibako. Auch in diesem Jahr strapazierten die sieben Zwerge die Zwerchfelle der Zuschauer mit ihren witzig-bissigen Schnitzelbänken.

Nach der Pause entführte die Guggenmusik Cocoloris mit ihren farbenprächtigen Kostümen und dem unverkennbaren Sound den Grenchner Stadt-Präsident auf die Wakker-Wolke-7 und zwei alte Bekannte, Dani und René, diesmal auf einem echten Sesseli der Weissensteinbahn, geizten auch in diesem Jahr nicht mit träfen Sprüchen und spitzen Pointen. Nach dem Sketch des Plausch-Teams – ebenfalls über den Busverkehr auf den Grenchenberg – gehörte die Bühne dem „Salon chez schiggi Wiiiber“, der Wiiiberzunft also. Auch diesmal brachten die sieben Frauen mit ihrem Klatsch und Tratsch das Publikum zum Schmunzeln und zum Lachen.

Den Abschluss des Abends machte – nach einem Wild-West-Intermezzo der Chappeli-Tüüfle – der ehemalige Fussballer und heutige Moderator Alain Sutter, dargestellt von Roger Rossier. Schon als „Schulbueb“ war Rossier jahrelang einer der Höhepunkte und auch sein diesjähriger Auftritt – ein Comback nach einem längeren Unterbruch – darf als Erfolg gewertet werden. Das Publikum krümmte sich vor Lachen, wenn Rossier mit spitzen Worten und tiefsinnigem Humor zum Beispiel die Grenchner Stadtverwaltung auf die Schippe nahm.

Der diesjähige Plausch – das darf sicher gesagt werden – hat einiges an Niveau gewonnen. War es in früheren Jahren manchmal zu Guggenmusik-lastig, so konnte in diesem Jahr ein angenehmer Ausgleich zwischen den lauten, kakophonischen Klängen und Sketchs und Schnitzelbänken geschaffen werden. Plauschchef René Finger und sein Team bescherten Grenchen einen tollen Fasnachtsauftakt. Und sicher sorgten sie auch dafür, dass es nun im Bauch eines jeden richtigen Grenchner Fasnächtlers so richtig „chribelet“.

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